Störche in Selm gesichtet: Hoffen auf erste eigene Brut in der Stadt

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Rund um Selm gibt es entlang von Lippe und Stever bereits Brutplätze für Störche, die gut angenommen werden. In Selm wartet Hobby-Ornithologe Uwe Norra aber noch auf die erste eigene Brut.

Selm

, 23.03.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Selten geworden war der Weißstorch in unserer Region in den 1980er und 1990er Jahren, doch verstärkte Schutzmaßnahmen haben gegriffen. Inzwischen gehört der Storch wie Kranich, Uhu, Seeadler und Wanderfalke zu den Großvogelarten, deren Zahlen wieder steigen.

Störche führen „ein buntes Leben“

Auch in Selm sieht man wieder häufiger Störche. „Drei, vier, fünf Nester sind schon aufgestellt worden, aber eine Brut hatten wir noch nicht“, bedauert Uwe Norra, Nabu-Ansprechpartner und Hobby-Ornithologe in Selm. Doch seine Hoffnung darauf wächst. „Es ist damit zu rechnen, dass wir auch in Selm bald zur Brutstätte werden“, sagt er - aus gutem Grund: „Es ist genügend Nahrung da, auf der Wiese gegenüber des Baumarktes rasten im Herbst zehn bis zwölf Störche. Wo die satt werden, kann auch eine Brut ernährt werden“, erklärt Uwe Norra.

Leser Erhard Berger fotografierte diesen Storch im Auenpark.

Leser Erhard Berger fotografierte diesen Storch im Auenpark. © Erhard Berger

Die ersten Störche wurden dieses Jahr schon gesichtet. Tiere, die noch nicht geschlechtsreif sind, meiden Brutplätze in der Regel, weiß Norra. Sind sie jedoch alt genug für Nachwuchs, kämpfen sie um einen Horst. Das lässt sich gut beobachten - ebenso wie Ehedramen. „Durch die Individualberingung stellt man fest, dass es durchaus Wechsel bei den Partnern gibt.“ In Olfen sei ein Herausforderer zwar unterlegen, aber Frau Storch zog dennoch mit dem fort. „Die führen schon ein buntes Leben“, sagt Norra lachend. Ob es in Selm Nisterfolge gibt, werden die nächsten Wochen zeigen.

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