Elektro Steinkuhl liefert in Corona-Krise kontaktlos - auch Glühbirnen und Batterien

dzElektrohandel

Während die Elektrotechniker von Elektro Steinkuhl weiter den Wernern in der Not helfen, muss das Geschäft wegen des Coronavirus geschlossen bleiben. Einkaufen können die Werner per Telefon oder E-Mail.

Werne

, 26.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Verkaufsraum von Elektro Steinkuhl ist das Licht erloschen. Die warmen Sonnenstrahlen dringen in den Laden, der seit Donnerstag (19. März) verschlossen bleiben muss. Am Gitter vor der Ladentür hängt neuerdings eine Klingel. Doch hereingelassen werden die Kunden nicht mehr.

In der Werkstatt des kundenleeren Geschäftes kümmern sich die Techniker um defekte Geräte. Zwei Angestellte sind im gebotenen Abstand für Büroarbeiten vor Ort. Vor der Ladenschließung, berichtet Geschäftsführer Alexander Steinkuhl (29), seien 12 Mitarbeiter im Laden unterwegs gewesen. Nun steht Steinkuhl alleine zwischen Waschmaschinen, Wasserkochern und Waffeleisen.

Kontaktlose Bezahlung und Lieferung

Die verkauft er nun hauptsächlich auf telefonischem Wege. „Die Kundenbindung in Werne ist super. Die Werner vertrauen uns“, so Steinkuhl. In Zeiten der Ladenschließung klingele das Telefon wesentlich häufiger als gewohnt. „Normalerweise kommen die Leute herein und fragen uns persönlich. Da hat fast keiner angerufen“, berichtet Steinkuhl. Besonders beliebt seien in diesen Tagen Gefrierschränke. Außerdem gefragt: Waffeleisen. Per E-Mail oder Facebook können die Kunden Fotos von den Waren erhalten.

Gefrierschränke seien laut Alexander Steinkuhl bei den Kunden aktuell besonders beliebt.

Gefrierschränke seien laut Alexander Steinkuhl bei den Kunden aktuell besonders beliebt. © Sylva Witzig

Bezahlt wird in Zeiten von Corona per PayPal oder Rechnung. Die Ware wird dann kontaktlos vor die Haustür geliefert. In Notfällen, in denen kein Nachbar oder Angehöriger helfen kann, lassen die Lieferanten die Geräte aber natürlich nicht draußen im Regen stehen. „Wir hatten neulich eine Dame über 80, die dringend eine neue Waschmaschine brauchte und die natürlich nicht alleine in den Keller bekam. Sie blieb dann in der Wohnung und unsere Leute waren alleine bei ihr im Keller und haben die Maschine platziert“, berichtet Steinkuhl.

Zweites Standbein durch die Techniker in Werne

In den ersten Tagen der Ladenschließung sei die Telefonbestellung gut angekommen. Dennoch sei der Absatz deutlich zurückgegangen. „Die Leute kaufen jetzt vor allem Großgeräte, für die sie akut Ersatz brauchen“, erzählt der Geschäftsführer. „Wenn die Batterien für die Fernbedienung plötzlich leer sind, kommen wir aber theoretisch auch dafür raus“, fügt er hinzu.

Ein bisschen seltsam fühle es sich schon an, zu den üblichen Geschäftszeiten durch einen leeren Laden zu schreiten. Die Stille wird gelegentlich durch Geräusche aus der Werkstatt durchbrochen. „Zum Glück haben wir mit unseren Servicetechnikern noch ein zweites Standbein. Unser Geschäft wird dadurch nicht ganz auf 0 heruntergefahren. Wir sind froh, weiterhin helfen zu dürfen.“, sagt Steinkuhl.

Die gesamte Produktpalette steht bei Steinkuhl bereit. Bisher sei es noch nicht zu Lieferengpässen gekommen.

Die gesamte Produktpalette steht bei Steinkuhl bereit. Bisher sei es noch nicht zu Lieferengpässen gekommen. © Sylva Witzig

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