Steigende Infektionszahlen: Stadt Lünen rät von Halloween-Feiern ab

Coronavirus

Halloween ist für viele ein gruseliger Spaß. Am 31. Oktober ziehen sie umher und erbitten Süßes. Die Stadt Lünen rät mit Blick auf steigende Infektionszahlen aber von Feierlichkeiten ab.

Lünen

27.10.2020, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Halloween ist für viele ein gruseliger Spaß. Die Stadt bittet um Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein angesichts der steigenden Infektionszahlen.

Halloween ist für viele ein gruseliger Spaß. Die Stadt bittet um Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein angesichts der steigenden Infektionszahlen. © picture alliance / dpa

Halloween am 31. Oktober ist für viele inzwischen ein fester Termin im Kalender: Kostümpartys stehen an und Kinder gehen von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Dem gegenüber steht in diesem Jahr die Ausbreitung des Coronavirus. Im Kreis Unna und insbesondere in Lünen ist die Zahl der Infektionen in den letzten Tagen stark gestiegen.

Wie die Stadt Lünen mitteilt, sei es es aus rein rechtlicher Sicht nicht generell verboten, eine Halloween-Party zu feiern oder von Tür zu Tür zu gehen. Die NRW-Landesregierung weise jedoch ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere in Regionen mit hohen Inzidenzen die Einschränkung der sozialen Kontakte das Gebot der Stunde sei. Das gilt auch für Lünen. Die Stadtverwaltung schließt sich dieser Haltung an: Sie rät mit Blick auf die weiter steigenden Infektionszahlen von Feierlichkeiten ab.

Viele wollen Türen nicht öffnen

Sie gibt unter anderem zu bedenken, dass das beliebte Spiel „Trick-or-Treat“ – also „Süßes oder Saures“ – zwar nicht verboten ist, aber berücksichtigt werden sollte, dass viele Menschen ihre Türen nicht werden öffnen wollen oder möglicherweise nicht so reagieren werden, wie in den Jahren zuvor. Eltern sollten daher beispielsweise überlegen, die Süßigkeitenjagd für die Kinder im privaten Umfeld zu planen oder Alternativen zu organisieren. Gegen einen abendlichen Spaziergang im Kostüm ist auch zu Zeiten von Corona nichts einzuwenden.

Verantwortung zeigen

Ähnlich blickt die Stadt auch auf Partys zu Halloween. Grundsätzlich sind Partys insbesondere zu Hause möglich, denn für den privaten Raum gibt es nur Empfehlungen, keine Vorschriften in Sachen Coronaschutz. Trotzdem appelliert die Verwaltung dringend an alle Bürgerinnen und Bürger, auch an Halloween verantwortungsbewusst zu denken und zu handeln. Eines der wirksamsten Mittel gegen die Verbreitung des Virus ist das konsequente Reduzieren von Kontakten. In Zeiten stark steigender Zahlen muss diese Erkenntnis unweigerlich zu einem sehr kritischen Hinterfragen aller Feste und Partys führen, so die Verwaltung.

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