Sportschütze gibt Schuss ab: 47-Jähriger tot

In Recklinghausen stirbt ein Mann durch einen Schuss aus einer Pistole. Ein Sportschütze ist beteiligt. War es ein Unglück? Eine Mordkommission soll den Fall klären.

12.06.2020, 07:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einer Schussabgabe durch einen Sportschützen in einem Hinterhof in Recklinghausen ist ein 47-Jähriger gestorben. Er sei trotz einer Reanimation seinen Verletzungen erlegen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Demnach hatte der 58 Jahre alte Sportschütze am späten Donnerstagabend mit einer Pistole geschossen und den Mann getroffen. Eine Mordkommission ermittle nun, ob es sich um ein Unglück oder ein Tötungsdelikt handle. Die Männer sollen im gleichen Haus wohnen, sagte der Polizeisprecher weiter. Weitere Angaben zu dem Geschehen machten die Ermittler zunächst nicht.

Der WDR berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass der 58-Jährige angegeben habe, es sei ein Unglück gewesen. Der Sportschütze solle ausgesagt haben, dass er sich mit seinem Freund getroffen und sich der Schuss aus Versehen aus seiner Waffe gelöst habe.

Nähere Hinweise zum Ablauf erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion des Toten, die laut Staatsanwaltschaft Bochum für den „späten Freitag“ geplant war. Weitere Details nannte die Behörde nicht.

Nach Informationen von Radio Vest soll sich der Schuss gelöst haben, nachdem das spätere Opfer dem 58-Jährigen die Waffe übergeben habe. Der mutmaßliche Schütze sei dabei an der Hand verletzt worden und liege im Krankenhaus, berichtete der Sender. Die Staatsanwaltschaft wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

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