Sportlichen Nachwuchs ehren – aber nur mit mehr Hilfe für den Stadtsportverband

Hintergrund

Auch die Politik hat Claudia Scharwart bereits eingeschaltet. Die Fröndenbergerin findet: Zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt gehört auch die Auszeichnung für sportliche Erfolge.

Fröndenberg

, 24.05.2019, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sportlichen Nachwuchs ehren – aber nur mit mehr Hilfe für den Stadtsportverband

Oliver Funke, Vorsitzender des Sportausschusses, würde sich einer erweiterten Sportlerehrung nicht verweigern, sieht dafür aber größeren Unterstützungsbedarf für den ausrichtenden Stadtsportverband. © Archiv

Claudia Scharwat hat mit Monika Kostorz bereits einer Lokalpolitikerin ihre Kritik mitgeteilt. Die stellvertretende Bürgermeisterin und SPD-Ratsfrau gibt der Mutter grundsätzlich Recht. „Warum sollte man diese Kinder nicht ehren?“, fragt Kostorz im Gespräch mit der Redaktion. Sie habe bisher nicht gewusst, dass die Statuten des Stadtsportverbandes ein Mindestalter für die Sportlerehung vorsehen. Fröndenberg habe vor Jahren schon einmal eine Auszeichnung als sportfreundliche Stadt erhalten. Ihre persönliche Ansicht sei, dass eine Auszeichnung für erfolgreichen Sportnachwuchs auch einer kinder- und familienfreundlichen Stadt gut zu Gesicht stehe. „Ich würde mir wünschen, dass man herausragende Talente ehrt und kann den Unmut verstehen“, so Kostorz. Sie wolle das Thema in den zuständigen Gremien ansprechen. Sportausschussvorsitzender Oliver Funke spricht sich grundsätzlich auch für eine Ehrung aller erfolgreichen Kinder und Jugendlichen aus. „Aber dann müssten im Gegenzug auch die finanziellen Mittel für den Stadtsportverband erhöht werden“, sagt der CDU-Ratsherr. Schließlich sei die Organisation des Sportlerabends schon jetzt mit einem großen Aufwand für den ehrenamtlich geführten Verband verbunden. In Menden werde zwar auch der Nachwuchs geehrt, dort bereite allerdings die Stadtverwaltung die Feierlichkeit selbst vor.

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