Sporthändler Voswinkel beantragt Schutzschirmverfahren

Die angeschlagenen Sporthandelskette Voswinkel will im Zuge der Sanierung in Eigenverwaltung 22 ihrer 72 Filialen in Deutschland schließen. Außerdem würden das Warenverteilzentrum in Bochum und die Zentrale in Dortmund verkleinert, kündigte das Unternehmen am Freitag in Dortmund an. Insgesamt seien 275 Arbeitsplätze betroffen. „Wir bemühen uns weiterhin, für die betroffenen Filialen einen Käufer zu finden und so möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte Voswinkel-Geschäftsführer Marcus Neul.

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Voswinkel hatte im Mai beim Amtsgericht Dortmund die Einleitung eines Schutzschirmverfahrens - einer Sonderform des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung - beantragt. Das Unternehmen gehörte bislang nach eigenen Angaben zu den größten Sportfilialisten in Deutschland und beschäftigte rund 1200 Mitarbeiter.

Im vergangenen Geschäftsjahr musste Voswinkel jedoch einen Umsatzrückgang von rund fünf Prozent auf rund 139 Millionen Euro hinnehmen. Als Gründe für die Schieflage nannte das Unternehmen sinkende Kundenzahlen in den Filialen und die damit verbundenen Umsatzrückgänge, den erhöhten Wettbewerbsdruck durch den Onlinehandel und durch Discounter sowie die Belastungen durch Filialen, die schlechter liefen als erwartet.

Gegründet wurde Voswinkel 1904 in Bochum. Heute befindet sich der Firmensitz in Dortmund. Der Schwerpunkt des Filialnetzes liegt in Nordrhein-Westfalen.

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