Spielergewerkschaft begrüßt Bündnis

Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) bewertet den neuen Zusammenschluss von Profis aus den drei Ligen und der Frauen-Bundesliga positiv und hofft auf eine Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist es, die Spielerrechte weiter zu stärken und den aktiven Spielern die Möglichkeit zu geben, sich selbst stärker mit ihren Meinungen einzubringen. Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich sehr zu begrüßen, dass aktive Spieler nun verstärkt bereit sind, sich einzubringen“, sagte VDV-Vizepräsident Carsten Ramelow am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

18.06.2020, 13:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die führenden Köpfe des Bündnisses seien „größtenteils gestandene VDV-Mitglieder und im Austausch mit uns“, betonte der Vize-Weltmeister von 2002: „Wichtig ist aber jetzt, dass wir den Schwung mitnehmen und sich möglichst alle Spieler in der VDV vereinigen. Denn die Erfahrungen aus dem Ausland zeigen ganz klar, dass ein solcher Prozess nur erfolgreich sein kann, wenn er in geordneten Bahnen durch die Spielergewerkschaft durchgeführt wird. Die Zeit ist jetzt reif für Verbesserungen. Diese Chance sollten wir gemeinsam nutzen.“

Auch die VDV habe kürzlich „bereits eine DFL-VDV-Videokonferenz mit zahlreichen Lizenzspielern durchgeführt, bei der es insbesondere um den Gesundheitsschutz ging“, betonte Ramelow: „Daran waren unter anderem mehrere Weltmeister beteiligt, aber auch junge Spieler aus der 2. Bundesliga.“

Nach Informationen des „Kicker“ gehören zur neuen Interessenvertretung unter anderem Weltmeister Mats Hummels von Borussia Dortmund, Sven Bender von Bayer Leverkusen und Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg. Sie wollen dafür sorgen, dass Spieler bei zukünftigen Entscheidungen von den Clubs und der Deutschen Fußball Liga DFL einbezogen werden. Auslöser für die Gründung jetzt war offensichtlich auch der Umgang mit den Spielern in der Corona-Krise.

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