SPD: U-Ausschuss Lügde sollte verlängert werden

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags zum Missbrauchsfall in Lügde soll nach Ansicht der SPD-Fraktion seine Arbeit über die Wahl 2022 hinaus fortführen. „Diesen Fall aufzuarbeiten ist eine enorme Herausforderung. Aus jeder Zeugenaussage ergeben sich wieder neue Fragen“, sagte der Ausschussvorsitzende Martin Börschel (SPD) dem „Spiegel“.

07.08.2020, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Börschel (SPD), Vorsitzender des Untersuchungsausschusses des Landtages von NRW. Foto: Federico Gambarini/dpa

Martin Börschel (SPD), Vorsitzender des Untersuchungsausschusses des Landtages von NRW. Foto: Federico Gambarini/dpa

Ein Abschlussbericht sollte eigentlich bis zur Landtagswahl vorliegen. Zuletzt wurden in NRW aber die weiteren großen Missbrauchskomplexe Bergisch Gladbach und Münster bekannt. Die oppositionelle SPD-Fraktion plädiert dafür, die Arbeit des Ausschusses um diese Tatkomplexe zu erweitern.

„Das Deliktsfeld bietet uns leider immer mehr Opfer, Täter und Strukturen, die wir uns ansehen könnten. Aber wir dürfen nicht Gefahr laufen, an der Komplexität des Auftrags zu ersticken“, sagte Börschel dem „Spiegel“.

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