SPD-Chef Hartmann: Spahn soll in die Region Gütersloh kommen

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Sebastian Hartmann hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, die vom Corona-Ausbruch betroffenen Kreise Gütersloh und Warendorf zu besuchen. Hartmann sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag): „Spahn muss sich endlich in Gütersloh und Warendorf sehen lassen. Er muss dort Präsenz zeigen.“ Leidtragende des Corona-Ausbruchs seien viele Hundert Infizierte in den Betrieben und Zehntausende von Menschen in den zwei Kreisen. „Darunter viele Kinder, da die Sommerferien gerade beginnen“, so Hartmann.

26.06.2020, 14:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-SPD-Chef Hartmann. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

NRW-SPD-Chef Hartmann. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Es sei daher dringend notwendig, dass Spahn sich zum Krisenmanagement des Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) positioniere. Hartmann ergänzte, dass sich der Gesundheitsminister an der Seite von Ministerpräsident Armin Laschet um den CDU-Parteivorsitz bewerbe, erleichtere die Sache nicht: „Nur, weil es um seinen Kumpel Laschet geht, darf er nicht länger einen Bogen um die betroffenen Kreise machen“, so Hartmann zur „Saarbrücker Zeitung“.

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