Sexuelle Nötigung: Sozialpädagogin verneint Vorwurf

Eine wegen sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Flüchtlings angeklagte Sozialpädagogin hat die Vorwürfe vor Gericht bestritten. Zu Prozessbeginn vor dem Amtsgericht Krefeld gab die frühere Leiterin einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge am Freitag aber sexuelle Kontakte zu dem damals 16-jährigen Afrikaner zu. „Der Sex war einvernehmlich“, sagte die Frau. Sie habe sich in den Jugendlichen verliebt und mit ihm unerlaubt eine Beziehung geführt.

17.07.2020, 02:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Paragrafen-Symbole an Türgriffen. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Paragrafen-Symbole an Türgriffen. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Laut Anklage soll die 27-Jährige ihre Position ausgenutzt und den jugendlichen Flüchtling von Januar bis Dezember 2017 während ihrer Nachtdienste in der Einrichtung zum Sex gezwungen haben. Der Minderjährige aus Guinea soll die Avancen zunächst zurückgewiesen haben. Dann soll die Frau ihm gedroht haben, dass „ein Anruf reichen würde“, und er würde abgeschoben. Aus Angst soll der Jugendliche dann nachgegeben haben. Das mutmaßliche Opfer ist zur Zeit nicht auffindbar und kann vom Gericht nicht befragt werden.

Am kommenden Dienstag sollen die Plädoyers gehalten und das Urteil verkündet werden.

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