Sonderausstellung: Polizeigeschichte im Nationalsozialismus

Eine Sonderausstellung zur Geschichte der Düsseldorfer Kriminalpolizei zwischen 1920 und 1950 wird wegen der Corona-Pandemie von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf der Öffentlichkeit zuerst via Facebook präsentiert. Die Eröffnung musste verschoben werden, ab dem Sommer sollen die Exponate als Wanderausstellung landesweit präsentiert werden.

01.12.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

In Kooperation mit dem Landeskriminalamt (LKA) sollen neben Gedenkstätten auch Polizeidienststellen als Ausstellungsräume genutzt werden. Innenminister Herbert Reul (CDU) besuchte als Schirmherr die Ausstellung am Dienstag mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). „Mir liegt eine Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit diesem schweren Kapitel deutscher Polizeigeschichte zutiefst am Herzen“, betonte Reul.

Die Ausstellung nimmt die Geschichte der Kriminalpolizei in Düsseldorf in den Blick - von der Weimarer Republik bis zur frühen Nachkriegszeit. Sie räumt nach Angaben der Gedenkstätte „mit dem Image der „guten“ Kriminalpolizei im Unterschied zur „bösen“ Gestapo auf.“ Kriminalisten seien ebenso an Massenverbrechen beteiligt gewesen wie ihre Kollegen der Gestapo oder der Schutzpolizei.

Die digitale Ausstellung ist über die Facebook-Seite der Mahn- und Gedenkstätte zu finden.

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