Siebeneinhalb Jahre Haft für falschen Polizisten gefordert

Für einen mutmaßlichen „falschen Polizisten“ hat ein Staatsanwalt am Dienstag siebeneinhalb Jahre Haft beantragt. Der 32-Jährige aus Erkrath hatte vor dem Düsseldorfer Landgericht gestanden, am bandenmäßigen Betrug von Senioren beteiligt gewesen zu sein. Er will aber immer nur auf Anweisung der Drahtzieher aus der Türkei gehandelt haben.

03.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Ihm werden sieben Fälle angelastet, bei denen Senioren in NRW, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg um insgesamt mindestens 1,6 Millionen Euro geprellt wurden. Sein Verteidiger hält fünf Jahre Haft für angemessen. Das Urteil wird am kommenden Donnerstag verkündet.

Der 32-Jährige war laut Anklage als „Logistiker“ der Bande für die Steuerung der Kuriere und Abholer zuständig, die die Beute bei den Opfern einsammelten. Aus einem Callcenter in der Türkei hatten vermeintliche Polizisten Senioren in Deutschland reihenweise Angst eingejagt: Um Straftätern zuvor zu kommen, solle man das Vermögen schnell einem Polizeibeamten übergeben.

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