Sexualtäter nach erneuter Vergewaltigung zu Haft verurteilt

Ein vorbestrafter Sexualstraftäter vergewaltigt erneut eine Frau. Die Richter verhängen eine lange Haftstrafe. Um eins kommt er jedoch herum.

23.11.2020, 18:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Außenansicht zeigt den Eingang vom Landgericht Dortmund. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild

Eine Außenansicht zeigt den Eingang vom Landgericht Dortmund. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild

Das Dortmunder Landgericht hat einen vorbestraften Sexualtäter nach einer erneuten Vergewaltigung in Kamen zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Der heute 26-jährige Mann hatte im August 2019 eine 16-Jährige in ein Gebüsch gezerrt und dort mit Drohungen und Einschüchterungen zu sexuellen Handlungen gezwungen. Der Angeklagte hatte sexuelle Kontakte mit der jungen Frau zugegeben, jedoch behauptet, diese seien von beiden gewollt gewesen. Die Richter glaubten jedoch der Frau. Diese habe keinerlei Motiv dafür, den Angeklagten falsch zu belasten, hieß es am Montag in der Urteilsbegründung.

Der Angeklagte war bereits als Jugendlicher nach zwei sexuellen Übergriffen auf Frauen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach deren Verbüßung war er unter Führungsaufsicht gestellt und in ein Programm zur Überwachung rückfallgefährdeter Sexualtäter aufgenommen worden. In dem jetzigen Prozess war es deshalb vor allem um die Frage gegangen, ob die Richter auch die Unterbringung des Mannes in der Sicherungsverwahrung anordnen müssten. Aus Sicht der vom Gericht eingesetzten psychiatrischen Sachverständigen ist das bei dem 26-Jährigen aber noch nicht der Fall. „Im Fall einer erneuten Straftat führt aber kein Weg mehr an der Sicherungsverwahrung vorbei“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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