Selmer fahren mit dem Rad nach Istanbul - und suchen Unterstützer für die Spendentour

Spenden-Aktion

2800 Kilometer wollen der Selmer Torsten Ganglau und der Lüner Ingo Feltes zurücklegen. Mit dem Fahrrad. Und für den guten Zweck. Sie suchen noch Unterstützer für ihre Aktion.

Selm

, 02.03.2020, 21:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torsten Ganglau und sein Freund Ingo Feltes waren schon öfter mit ihren Bikes im Ausland unterwegs. Jetzt planen sie eine Fahrt nach Istanbul. Für den guten Zweck.

Torsten Ganglau und sein Freund Ingo Feltes waren schon öfter mit ihren Bikes im Ausland unterwegs. Jetzt planen sie eine Fahrt nach Istanbul. Für den guten Zweck. © Torsten Ganglau

Jeder Kilometer zählt. Das ist das Motto der Fahrradtour, die die beiden Kumpels Torsten Ganglau aus Selm und Ingo Feltes aus Lünen ab dem 1. Mai unternehmen. Das Besondere an der Tour: Sie ist erstens sehr weit und führt die beiden Freunde, die sich auch für den Selmer Korfball-Verein engagieren, bis nach Istanbul. Und zweitens: Mit den Fahrradfahren wollen die beiden Radler Spenden sammeln.

Vor eineinhalb Jahren haben sie angefangen, die Tour zu planen. „Und da dachten, wir, wenn wir schon so eine lange Tour machen, dann muss auch ein bisschen mehr dahinter stecken“, sagt Torsten Ganglau. Mehr als nur Sport. Im Fernsehen hatte er eine Dokumentation über das Kinderpalliativzentrum in Datteln gesehen. „Die machen da tolle Arbeit. Für die Kinder, aber auch für die Angehörigen“, sagt er.

Spenden pro Kilometer oder Pauschalbeträge

Deshalb ist aus der Fahrradtour eine Spendentour geworden. Und für die suchen Torsten Ganglau und Ingo Feltes jetzt noch Unterstützer. „Wir bitten um viele Spendenwillige, die uns pro Kilometer mit einer Spende unterstützen oder auch mit Pauschalbeträgen“, so Torsten Ganglau.

Die Tour startet am 1. Mai. Sechs Wochen haben sich der KFZ-Mechniker Ganglau und der Software-Engineer Feltes Urlaub genommen. Geplant ist, dass sie nach rund vier Wochen vom Startpunkt in Freilassing aus über Österreich, Italien, Kroatien, Montenegro, Albanien und Griechenland in Istanbul ankommen.

Torsten Ganglau (l.) und Ingo Feltes machen sich gemeinsam auf den Weg nach Istanbul. Mit den Fahrrad. Das Geld, was sie bei der Spendentour einnehmen, geben sie an das Kinderpalliativzentrum in Datteln.

Torsten Ganglau (l.) und Ingo Feltes machen sich gemeinsam auf den Weg nach Istanbul. Mit den Fahrrad. Das Geld, was sie bei der Spendentour einnehmen, geben sie an das Kinderpalliativzentrum in Datteln. © Torsten Ganglau

Ihre Route führt sie die Adria entlang. „Wir wollen ja schließlich auch ein bisschen davon haben“, sagt Torsten Ganglau. Die eigenen Kosten für Unterkünfte, die sie Tag für Tag suchen, Verpflegung und alles andere tragen die beiden passionierten Fahrradfahrer selbst. Spenden sind allein für den guten Zweck.

Die Strecke - 2800 bis 3000 Kilometer werden es am Ende voraussichtlich - macht ihnen dabei keine Sorgen. „Das Radfahren kriegen wir hin“, sagt Torsten Ganglau. Beide haben schon mehrere länge Touren im Ausland unternommen. Noch nie allerdings so eine lange wie die jetzt geplante.

Politische Situation als Herausforderung

Einzige Sorge ist vorab höchstens die politische Situation - gerade an der türkisch-griechischen Grenze. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Ende Februar das vorläufige Ende des Flüchtlingspaktes verkündet. Mit der Konsequenz, dass aus seinem Land Tausende Migranten zu den EU-Grenzen des Landes strömen, deren Öffnung er in diesem Zusammenhang verkündet hatte. Die Lage ist - gerade an der Grenze zu Griechenland - angespannt, spitzt sich möglicherweise im Laufe der nächsten Tage und Wochen weiter zu.

„Und genau da entlang führt auch unsere Route“, sagt Torsten Ganglau. „Aber da müssen wir jetzt sowieso erst mal abwarten“, erklärt er weiter.

Warum ausgerechnet nach Istanbul?

Er und sein Kumpel wollten auf jeden Fall Richtung Asien bei ihrer Tour. So ist Istanbul zum Ziel auf der Landkarte geworden. Ein Ziel für die Spendenaktion gibt es auch: 10.000 Euro wollen die beiden Radfahrer für das Kinderpalliativzentrum in Datteln sammeln. Ehrgeizig. Aber machbar, meint Torsten Ganglau, der auch schon mehrere Spender und Unterstützer gewinnen könnte. Jeder Kilometer zähle da halt...

Wer die beiden Radfahrer und damit die Spende an die Einrichtung in Datteln sponsern möchte, meldet sich per Mail an torsten.ganglau@gmail.com. Weitere Infos zu der Tour gibt es außerdem online unter www.feltes.net/istanbul.

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