SEK-Einsatz in Hamm - Schusswechsel bei Wohnungsdurchsuchung

Polizei

Bei einem SEK-Einsatz in Hamm ist es am Mittwoch zu einem Schusswechsel gekommen. Ein 42-Jähriger hatte auf die Beamten geschossen, die seine Wohnung durchsuchen wollten. Verletzt wurde nur der Beschuldigte selbst.

Hamm

24.06.2020, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zu einer Wohnungsdurchsuchung in Hamm waren am Mittwoch Einsatzkräfte aus Dortmund hinzugezogen worden. (Symbolbild)

Zu einer Wohnungsdurchsuchung in Hamm waren am Mittwoch Einsatzkräfte aus Dortmund hinzugezogen worden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Bei einer Wohnungsdurchsuchung wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz in Hamm ist es am Mittwochmorgen zu einem Schusswechsel gekommen. Nach einem Hinweis aus dem Bekanntenkreis des Mannes war die Polizei wegen des Verdachts des illegalen Waffenbesitzes angerückt. Da man davon ausging, dass von dem 42-Jährigen eine Gefahr ausgehen könnte, war eine Spezialeinheit mit dem Einsatz betraut worden. Laut Polizeibericht soll der 42-jährige Beschuldigte auf die Einsatzkräfte beim Eintreffen geschossen haben.

Die Beamten konnten den Mann durch gezielte Schüsse in die Beine überwältigen und von weiteren Handlungen abhalten. Der 42-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen und in einem Krankenhaus behandelt, so die Polizei weiter. Lebensgefahr bestand bei dem Beschuldigten nicht.

Der Deutsche sei vor einiger Zeit zum Islam konvertiert und habe sich zeitweise salafistisch gekleidet. Er sei vom Staatsschutz auf islamistische Umtriebe überprüft worden - Anhaltspunkte seien dafür aber nicht entdeckt worden. Er sei nicht vorbestraft. Dafür hätten sich aber Anhaltspunkte für psychische Probleme des 42-Jährigen ergeben. Gegen ihn werde nun wegen versuchten Mordes ermittelt. Er habe sich zum Geschehen bislang nicht geäußert. Die Waffe, mit der er geschossen habe, sei sichergestellt worden.

rej mit dpa

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