Sechs neue Polizisten für Schwerte, aber das heißt nicht mehr Personal

dzPolizei

16 neue Polizisten für den Kreis Unna, allein 6 davon für die Wache in Schwerte –so viele sind zum September dazugekommen. Allerdings heißt das nicht, dass es längerfristig mehr Beamte gibt.

Schwerte

, 01.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 1. September ist der Termin, an dem die Polizei einstellt und in der Regel auch Kollegen versetzt, die darum gebeten haben. Das ist auch 2020 so gewesen.

Die Bilanz für diesen Tag sieht denn auch auf den ersten Blick wie ein deutliches Plus aus: 16 Neuzugänge konnte man vermelden, davon 11 junge Frauen und Männer, die gerade ihr Bachelorstudium hinter sich gebracht haben und die nun „ihre erste Verwendung bei der Kreispolizeibehörde Unna finden“, wie es im offiziellen Statement heißt.

Hinzu kommen drei Männer und zwei Frauen, die sich aus anderen Behörden hierher haben versetzen lassen.

Mehr Neuzugänge als in den anderen Wachen im Kreis Unna

Schwerte ist beim großen Wechsel 2020 besonders stark vertreten: Sechs Beamte sind neu, mehr als überall sonst. In Werne sind es vier, in Kamen, Unna und bei der Direktion Kriminalität jeweils zwei.

Sie alle wurden „in drei Sälen des Kreishauses unter Einhaltung der Abstandsregeln von den Führungskräften begrüßt und willkommen geheißen“. Übrigens zum letzten Mal dabei: Landrat Michael Makiolla, als solcher Chef der Kreispolizei. Er tritt bei der Wahl 2020 nicht mehr an. Am 13. September wird sein Nachfolger gewählt.

Warum das trotzdem kein Plus für die Wache Schwerte bedeutet

Sechs Neue für Schwerte? Und kreisweit nur drei Beamte, die zum 1. September anderswohin versetzt wurden? Das müsste also ein Plus für die Polizei in Schwerte bedeuten, oder?

Nein, so einfach sei es nicht, erläutert Polizeisprecherin Vera Howanietz auf Anfrage. Die Neuen kämen zwar immer als Schwung Anfang September. Allerdings auch dorthin, wo im Laufe des Jahres freie Stellen entstanden seien oder bald entstünden. Pensionierungen beispielsweise gebe es ja nicht nur einmal im Jahr. Auch interne Wechsel, also zum Beispiel von Schwerte nach Werne, würden ja hier nicht erfasst und so nicht kommuniziert.

Was Howanietz aber noch unterstreichen möchte: „Wir versuchen vor allem, die Stellen im Wach- und Wechseldienst zu besetzen.“ Denn da sei man ja rund um die Uhr sichtbar für die Bürger im Einsatz.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt