Schwerter Vereine dürfen wieder in die Hallen – unter hohen Auflagen

Hallensport

Die Stadt Schwerte stellt die Sporthallen wieder für Vereine zur Verfügung. Aber ganz so einfach sind die Auflagen dafür nicht zu erfüllen. Und einige Hallen sind auch ohnehin noch gesperrt.

Schwerte

, 27.05.2020, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hallensport ist wieder erlaubt, aber Kontaktsport nicht.

Hallensport ist wieder erlaubt, aber Kontaktsport nicht. © Bernd Paulitschke (Archiv)

Am Dienstag (2. Juni) will die Stadt Schwerte wieder die Sporthallen für Vereine öffnen. Die Öffnung ist aber mit strengen Auflagen verbunden. Es liegt in der Entscheidungshoheit der Vereine, ob sie ihr Hallenzeiten sofort wieder nutzen wollen.

„Besonders in den letzten zwei Wochen haben uns viele Anrufe und Mails erreicht, in denen gezielt nach der Öffnung der Hallen gefragt wurde“, sagt Gabriele Stange, als Amtsleiterin für den Sport zuständig: „Die nun geplante Öffnung geschieht auf Grundlage der Coronaschutzverordnung.“

Nur kontaktfreie Sportarten

Darin heißt es: „Untersagt sind der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jeder Wettkampfbetrieb. Beim kontaktfreien Sport- und Trainingsbetrieb sind geeignete Vorkehrungen zu treffen.“

Die sind ähnlich wie in Geschäften. Der Zutritt muss geregelt sein, der Abstand von 1,50 Metern zum Nebenmann gesichert und die Hygiene gewährleistet. Die Nutzung von Dusch- und Waschräumen (ausgenommen Toiletten), Umkleiden und anderen Zusatzräumen in der Sporthallen sind genauso verboten wie Zuschauer. Nur bei Kindern bis 14 Jahren ist jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.“

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Außerdem gelten folgende Auflagen:

  • Die Wiederaufnahme der Trainingszeiten ist in der Verwaltung (Volker Eilts, 02304/104648, volker.eilts@stadt-schwerte.de ) unter Angabe, ab wann und mit welchen Gruppen/Abteilungen diese geplant ist, formlos zu beantragen.
  • Dem Antrag ist ein Hygienekonzept für Ihr Angebot bezogen auf Ihre Sportstätte beizufügen. Ein Coronabeauftragter ist zu benennen.
  • Über die Hygienekonzepte sind vom Verein alle Mitglieder, Trainer und Übungsleiter selbstständig zu informieren.
  • Die Sportstätten werden den Vereinen in ihrem aktuellen Zustand zur Verfügung gestellt. Die Vereine müssen bei Aufnahme des Sportbetriebs alle notwendigen Hilfsmittel, wie z.B. Desinfektionsmittel, die zur Umsetzung ihres Hygienekonzepts relevant sind, selbstständig organisieren. Bei Bedarf kann in überschaubarer Menge Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.
  • Nach Trainingsende sind benutze Sportgeräte, Handläufe, Türklinken, Toiletten etc. zu desinfizieren.
  • Die Nutzung von Dusch-, Wasch- und Umkleideräumen, sowie das Betreten der Sportanlage durch Zuschauer sind bis auf weiteres untersagt. Die nicht nutzbaren Räume werden durch die Hausmeister verschlossen und entsprechend beschildert. Die Benutzung von Toiletten ist gestattet.
  • Die Vereine müssen Anwesenheitslisten mit den Namen aller Trainingsteilnehmer führen und aufbewahren.

Dass dies für viele Vereine nicht einfach sein wird, ist der Stadt klar. „Die Verantwortung, die die Vereine mit der Wiederaufnahme des Sportbetriebs übernehmen, ist sehr groß. Daher ist es zwingend erforderlich, die Vorhaben konsequent umzusetzen“, sagt Gabriele Stange. Und: „Bitte haben Sie auch den Mut, wenn Sie ihre örtlichen und personellen Voraussetzungen als nicht optimal einschätzen, die Aufnahme noch einige Zeit nach hinten zu schieben.“

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Einige Hallen bleiben auch so geschlossen

In folgenden Hallen verzögert sich aufgrund von Sanierungsarbeiten, dem Schreiben von Klausuren oder Sitzungen politischer Gremien der Start für den Vereinssport noch um ein paar weitere Tage.

  • Die Turnhalle des Ruhrtal-Gymnasiums steht ab 6. Juni zur Verfügung.
  • Die Sporthalle Gänsewinkel steht ab 8. Juni zur Verfügung.
  • Die Alfred-Berg-Sporthalle steht ab 13. Juni zur Verfügung.

Die Turnhalle Derkmannsstück ist voraussichtlich ab Mitte Juni nutzbar.

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