Corona-Gefahr: Prozess gegen Siegauen-Vergewaltiger vertagt

Der Prozess wegen schwerer Brandstiftung gegen den sogenannten Siegauen-Vergewaltiger ist am Dienstag kurzfristig vertagt worden. Der in dem Verfahren als psychiatrischer Sachverständige bestellte Mediziner hielt die Durchführung des Prozesses aufgrund der nicht zu gewährleistenden Sicherheitsabstände zwischen den Verfahrensbeteiligten für unverantwortlich. Nach kurzer Konsultation mit dem Gericht wurde der Prozess im Saal abgesagt. „Das ist eine späte Entscheidung, aber die treffe ich jetzt“, sagte der Vorsitzende Benjamin Roellenbleck.

17.03.2020, 01:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Angeklagt in dem Verfahren ist ein 33-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus Ghana. Der Mann war 2018 vom Landgericht Bonn wegen Vergewaltigung einer jungen Camperin in der Bonner Siegaue zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Während seiner Inhaftierung in der JVA Köln soll der Mann im Februar 2018 nachts absichtlich seine Zelle in Brand gesteckt haben. Dabei sollen ein Bett und ein Tisch in Flammen aufgegangen sein, der Angeklagte erlitt Verbrennungen. Ein JVA-Wachtmeister, der den Brand entdeckte, hatte den 33-Jährigen noch aus der Zelle gezogen.

Das Gericht ging am Dienstag davon aus, dass der Prozess nun im Herbst dieses Jahres stattfinden werde.

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