Schweigeminute: Gedenken an Absturz vor fünf Jahren

Alle 150 Passagiere und Crewmitglieder starben, als vor fünf Jahren ein Germanwings-Airbus gegen einen Berg in den französischen Alpen prallte. Gedenkfeiern wurden wegen der Coronakrise abgesagt. In Haltern gab es Glockengeläut und eine Schweigeminute.

24.03.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
18 Kerzen für die 18 Opfer stehen vor der Gedenkstätte am Joseph-König-Gymnasium. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

18 Kerzen für die 18 Opfer stehen vor der Gedenkstätte am Joseph-König-Gymnasium. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mit einer Schweigeminute zur Absturzzeit um 10.41 Uhr ist am Dienstag in Haltern der Opfer der Flugzeugkatastrophe vor genau fünf Jahren in Südfrankreich gedacht worden. Gleichzeitig läuteten in der Stadt die Kirchenglocken.

Alle 150 Insassen der Germanwings-Maschine waren damals ums Leben gekommen. Die Opfer stammen aus 17 Nationen, die meisten aus Deutschland und Spanien. Unter den Toten waren 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern, die von einem Schüleraustausch in Spanien kamen. Die französischen Ermittler sind überzeugt, dass der psychisch kranke Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz brachte.

Gedenkfeiern in Südfrankreich in der Nähe der Absturzstelle sowie in Haltern waren wegen der Coronakrise abgesagt worden. Trotz der Ausgangssperre in Frankreich sollte am Dienstag ein Kranz auf dem Friedhof der Gemeinde Le Vernet niedergelegt werden, die in der Nähe der Absturzstelle liegt. Dort gibt es ein Gemeinschaftsgrab, in dem die sterblichen Überreste bestattet wurden, die keinem der Opfer mehr zugeordnet werden konnten.

Vor der Gedenktafel am Joseph-König-Gymnasium in Haltern gedachten am Dienstagvormittag einige Menschen schweigend der Opfer. Der Ministerpräsident und das Schulministerium hatten Trauergestecke geschickt. Die Stadt Haltern hatte an einer Gedenkstätte auf einem Friedhof einen Trauerkranz aufstellen lassen. Für den Abend war die Bevölkerung um 19.00 Uhr aufgerufen, eine Kerze als „Licht des Gedenkens“ ins Fenster zu stellen. Damit sollte der Opfer gedacht und ein Zeichen der Verbundenheit mit den Hinterbliebenen gesetzt werden. Auch in den Fenstern der Schule sollten Kerzen entzündet werden.

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