Schwangere flieht mit Messer in Brust: Mann in Psychiatrie

Nachdem ein Mann (32) vergangenen Samstag seine Lebensgefährtin (31) mit Stichen schwer verletzt und ihr ein Messer in die Brust gerammt hat, ist er auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt untergebracht worden. Die Ermittler teilten am Montag weiterhin mit, dass das Opfer schwanger ist. Die Frau schwebe derzeit nicht mehr in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Frau sich mit dem Messer in der Brust zu einem Nachbarn gerettet hatte. Die „Neuss Grevenbroicher Zeitung“ (NGZ) hatte zuvor berichtet.

29.06.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht fährt über eine Straße. Foto: Carsten Rehder/dpa

Ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht fährt über eine Straße. Foto: Carsten Rehder/dpa

Die 31-Jährige war nach Angaben der Ermittler am Samstagmorgen in einem Mehrfamilienhaus in Neuss attackiert und schwer verletzt worden. Ihr Zustand galt laut Polizei zunächst als kritisch. Wie ein Nachbar der „NGZ“ berichtete, hatte die Frau bei ihm Sturm geklingelt - mit dem Messer im rechten Brustkorb. Sie habe gesagt: „Helft mir. Lasst mich nicht sterben“, so der Zeuge. Auch seine Frau und seine Kinder hätten alles gesehen: „Sie haben seitdem Angst, sind verstört.“ Eine Nachbarin half, bis die Rettungskräfte da waren.

Der Lebensgefährte wurde nahe des Tatorts festgenommen. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts auf.

Am Montag teilten die Behörden mit, dass der Mann bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist und „teils offenbar verwirrt“ gehandelt habe.

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