Schutzmaterial-Lager: Köln hält zur Sicherheit Ort geheim

Köln hält den Standort seines Logistikzentrums mit Schutzartikeln für die Coronavirus-Krise geheim - um keine Kriminellen anzulocken. „Ich will es nicht dramatisieren. Aber wir passen schon auf, dass nicht die ganze Stadt weiß, wo sozusagen dieses Material lagert“, sagte Stadtdirektor Stephan Keller am Dienstag. Er verwies darauf, dass in einem Fall bereits 50 000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken gestohlen worden seien. Das zeige, dass Schutzausrüstung zu einem begehrten Gut geworden sei und auch „kriminelle Machenschaften“ anlocke.

24.03.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kölner Stadtdirektor Stephan Keller. Foto: picture alliance / Marius Becker/dpa/Archivbild

Der Kölner Stadtdirektor Stephan Keller. Foto: picture alliance / Marius Becker/dpa/Archivbild

Köln hat das Logistikzentrum eingerichtet, um knappes Material wie Desinfektionsmittel zentral beschaffen und je nach Bedarf verteilen zu können. Dass absehbar viele Artikel gebraucht werden, steht dabei außer Frage. Der tägliche Bedarf an Masken sei „groß“, sagte der Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr, Christian Miller - genauer könne man es momentan nicht sagen. Die Feuerwehr ist in Köln mittlerweile an zentraler Stelle für den Einsatz in der Coronakrise zuständig.

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