Schutz für Polizisten vor Sonne: Gewerkschaft fordert Käppis

Sie stehen in vorderster Front: Die Bereitschaftspolizisten in NRW, die zum Beispiel bei Demos, Fußballspielen oder anderen Großeinsätzen dazugerufen werden. Tragen sie keinen Helm, ist es ein Barett. Für den Sommer ungeeignet, meint die Gewerkschaft.

09.08.2020, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Michael Mertens. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Michael Mertens. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Die Bereitschaftspolizei in NRW, die mit ihren Hundertschaften zum Beispiel Demonstrationen oder Fußballspiele begleitet, sollte im Sommer aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine neue Kopfbedeckung bekommen: Neben dem bisherigen Barett sollte es auch ein Käppi mit Blendschutz geben. Das Thema soll nun im Hauptpersonalrat eingebracht werden. „Im besten Fall stünden die Käppis bereits im nächsten Sommer zur Verfügung“, sagte der GdP-NRW-Vorsitzende Michael Mertens der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund der Initiative: Im Sommer müssen Hundertschaftspolizisten oft stundenlang im Freien ausharren. Tragen sie gerade keinen Helm, ist das Barett Pflicht. Das ist aus Sicht der GdP bei Sonnenschein sogar ein Sicherheitsrisiko: Das durchgehende Zusammenkneifen der Augen schränke das Sichtfeld erheblich ein, so Mertens: „Durch den Schirm eines Käppis könnte diese Einschränkung deutlich gelindert werden, ohne dabei auf eine Sonnenbrille zurückgreifen zu müssen.“ In anderen Bundesländern - wie zum Beispiel dem Saarland - gehörten solche Käppis schon zur Dienstbekleidung der Polizei.

Ganz abschaffen will die GdP das Barett derweil nicht. Es könnte weiter zum Beispiel zu offiziellen Anlässen getragen werden.

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