Schulstart in NRW: Nach den Herbstferien gelten neue Regeln

Coronavirus

Wenn am Montag (26.10.) die Schule in NRW wieder beginnt, gelten neue Regeln. Die Maskenpflicht im Unterricht wird wieder eingeführt, dazu kommen weitere Maßnahmen.

NRW

25.10.2020, 09:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, ist die Einführung eines Schichtbetriebs nach den Herbstferien vorerst keine Option.

Für Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, ist die Einführung eines Schichtbetriebs nach den Herbstferien vorerst keine Option. © picture alliance/dpa

Nach zweiwöchigen Herbstferien kehren rund 2,5 Millionen Schüler und mehr als 200.000 Lehrer in Nordrhein-Westfalen am Montag zurück in den Unterricht - und zwar mit neuen Corona-Regeln. Wichtigste Änderung: Schüler ab der 5. Klasse müssen auch im Unterricht wieder eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Damit reagiert die Landesregierung auf stetig steigende Neuinfektionszahlen.

Die Wiedereinführung der Maskenpflicht soll zunächst bis zu den Weihnachtsferien am 22. Dezember gelten. Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände gilt sie weiterhin landesweit - also auch für Grund- und Förderschüler der Primarstufe. Plexiglasvisiere werden als Alternative nicht akzeptiert.

NRW hatte bereits nach den Sommerferien ab Mitte August für etwa zweieinhalb Wochen eine damals noch von vielen heftig kritisierte Maskenpflicht auch im Unterricht.

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Lehrer dürfen die Masken unter Umständen abesetzen

Lehrer müssen immer dann Maske tragen, wenn sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können. Wenn es der Unterricht erfordert, können sie sie zumindest zeitweise ausziehen - etwa beim Demonstrieren des „th“ im Englischunterricht.

Schichtbetrieb für Schulministerin noch keine Option

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will so lange als möglich am Unterricht in den Klassen vor Ort festhalten und weder auf digitalen Unterricht auf Distanz noch auf Unterricht im Schichtbetrieb ausweichen. Viele Lehrer- und Elternverbände sowie Oppositionsparteien kritisieren das und wünschen sich rollierende Modelle, um auch im Klassenzimmer mehr Abstand halten zu können.

Regelmäßiges Lüften und mobile Luftreiniger

Das Schulministerium setzt dagegen auf die Wirkung regelmäßigen Stoß- und Querlüftens. Die SPD-Opposition hält das nicht für praktikabel und sieht die Schüler schon „im frierenden Klassenzimmer“ bibbern. Auch die Schulleitervereinigung zweifelt, wie der Unterricht unter diesen Bedingungen aufrecht erhalten werden soll.

Mit einem 50 Millionen Euro umfassenden Sonderprogramm will die Landesregierung mobile Luftreinigungsanlagen für Schulen finanzieren, die anders nicht ausreichend lüften können.

0,2 Prozent der Schulen wegen Corona geschlossen

Nach Angaben der Schulministerin waren zum Stichtag 7. Oktober nur 8 und damit weniger als 0,2 Prozent der rund 6000 Schulen in NRW wegen Corona geschlossen. 2084 Lehrkräfte - 1,3 Prozent - seien in Quarantäne gewesen und mehr als 23 000 Schüler. Das seien 1,2 Prozent. Unter den Schülern seien 853 Corona-Infektionen bestätigt worden - bei den Lehrkräften seien es 166 gewesen.

dpa

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