Schulstart an Wiehagenschule: Klassenräume sind für die Eltern tabu

dzSchulen in Werne

Gestaffelt statt gemeinsam: Die Einschulung an der Wiehagenschule in Werne findet dieses Mal klassenweise statt. So können die Eltern die i-Männchen begleiten. Zumindest ein Stück weit.

Werne

, 11.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Statt einer großen Einschulungsfeier mit allen neuen Schülern gibt es in diesem Jahr gestaffelte Einschulungstermine an der Wiehagenschule in Werne. Die vier Eingangsklassen mit insgesamt 88 i-Männchen werden nacheinander in der Schule begrüßt. Vorab gibt es aber einen Gottesdienst für jede Klasse im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum.

Auch dieser findet laut der Schulleiterin Nicola Buschkotte gestaffelt statt. So beginnen die Mädchen und Jungen der Klasse 1a um 8 Uhr mit dem kirchlichen Segen. Danach geht es im Klassenverbund auf den Schulhof der Wiehagenschule. „Unter freiem Himmel werde ich die Kinder begrüßen, eine kurze Rede halten und die Schüler dann in die Klassen verabschieden“, erzählt Buschkotte.

Eltern dürfen nicht mit in die Klassenräume

Hier ist für die Eltern oder die maximal zwei Begleitpersonen dann allerdings Endstation. Sie dürfen nicht mit in die Klassenräume - so wie es sonst bei der Einschulung üblich ist. „Das ist das einzige, was ich sehr schade finde“, sagt Buschkotte.

Nach der ersten Schulstunde der i-Männchen, die statt 45 nur 30 Minuten dauern wird, werden die Kinder wieder auf den Schulhof geführt. Hier gibt es dann die Möglichkeit, Erinnerungsfotos zu machen. „Ich bin sehr froh, dass die Eltern dabei sein dürfen, damit ein gebührender Start in das Schulleben ermöglicht wird. Die Eltern zeigen bislang sehr viel Verständnis dafür“, erklärt Buschkotte. Andernorts ist in der Corona-Krise nur ein Elternteil zur Einschulung erlaubt.

Maskenpflicht gehört schon länger zum Alltag an der Wiehagenschule

Im schulischen Alltag gehört für die Grundschüler nach den Ferien dann das Tragen der Maske dazu. Die Kinder hätten sich bereits gut daran gewöhnt, so Buschkotte. Sie hatte schon vor den Ferien die Maskenpflicht im gesamten Gebäude der Wiehagenschule, die bereits Coronafälle zu verzeichnen hatte, verhängt.

Erst wenn die Schüler an ihrem Platz sitzen, dürfen sie den Maskenschutz abnehmen. „Wir wollen aber immer wieder Möglichkeiten schaffen, wo die Maske abgesetzt werden kann. Im Sportunterricht kann das zum Beispiel möglich sein, wenn die Kinder ein Spiel mit einem Abstand von eineinhalb Metern spielen“, erklärt Buschkotte.

Bei der Stundenplan-Gestaltung habe man sich so organisiert, dass es möglichst wenige Lehrer-Wechsel für die Klassen gibt. „Statt fünf Lehrer sind jetzt nur zwei Lehrer am Tag in einer Klasse. Wenn gleich fünf Lehrer in Quarantäne müssten, dann würde das ganze System zusammenbrechen“, so die Schulleiterin. Für einige wenige Schüler gilt auch nach den Ferien wieder ein Distanzunterricht. Denn sie gehören etwa aufgrund von Atemwegserkrankungen zur Risikogruppe.

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