Schulen und Kitas bei Impfpflicht stärker unterstützen

Vor dem Hintergrund der neuen Masernimpfpflicht fordern Gewerkschaften stärkere Unterstützung für Kitas und Schulen in Nordrhein-Westfalen. „Gerade in Zeiten des Lehrermangels sind die Kollegen bereits jetzt schon enorm belastet“, sagte Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW. Das Schulministerium in Düsseldorf fordert seinerseits die Gesundheitsämter auf, die Einrichtungen zu unterstützen.

01.03.2020, 09:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Impfpass mit einem Kreuz bei der Masern-Impfung liegt auf einem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Ein Impfpass mit einem Kreuz bei der Masern-Impfung liegt auf einem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Seit dem 1. März gilt bundesweit die Masernimpflicht. Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen müssen den Impfschutz kontrollieren und nachhalten. Wie die Informationen von den Schulen aufgenommen und verwaltet werden sollen, sei aber noch unklar, sagte Finnern. Bisher habe es nur eine knappe Erstinformation aus dem Schulministerium gegeben. „Viele Fragen sind tatsächlich noch offen und müssen sehr zeitnah geklärt werden, damit es nicht zu einer Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen sowie der Eltern kommt“, sagte Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) in NRW.

Die Einhaltung der Impfvorschriften obliege den Gesundheitsämtern, teilte das Schulministerium mit. „Die Schulen unterstützen hier selbstverständlich, sind aber nicht die Impfwächter der Nation“, teilte Staatssekretär Mathias Richter mit. Die neue Regelung stelle die Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vor besondere Herausforderungen. „Ich erwarte, dass die Schulen hier vor Ort von den Gesundheitsämtern mit aller Kraft unterstützt werden.“ Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitungen seien keine Ärzte und Schulen keine Gesundheitsämter.

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