Schon mehr Petitionen an Landtag als im gesamten Vorjahr

Existenzangst, Sorge um die Liebsten oder Sehnsucht nach langfristiger Strategie: Die Corona-Krise hat zu deutlich mehr Petitionen an den Landtag von Nordrhein-Westfalen geführt. „Etwa 1300 von rund 6000 Petitionen, die uns in diesem Jahr erreicht haben, haben einen klaren Bezug zur Corona-Krise“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Serdar Yüksel (SPD), der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Anfang November habe die Zahl dieser Bitten und Beschwerden schon die Gesamtzahl des Vorjahres erreicht.

30.11.2020, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Serdar Yüksel (SPD), Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Christophe Gateau/dpa

Serdar Yüksel (SPD), Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Christophe Gateau/dpa

Immer dann, wenn eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen werde, schnelle die Zahl der Petitionen in die Höhe: „Dann melden sich Solo-Selbstständige, die kein Geld mehr haben, und Eltern, die um die Gesundheit ihrer schulpflichtigen Kinder bangen. Viele stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, weil sie bei den Fördermaßnahmen durchs Raster fallen“, sagte der Ausschussvorsitzende. Die Sehnsucht vieler Bürger nach einer langfristigen Strategie gegen das Virus sei groß.

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