Schere, Tupfer, Mikrofon: Krankenhausradio Werne stellt zweites Buch vor

Krankenhausradio Werne

Hubert Schmölzl hat mit dem zweiten Teil seines Buches „Schere - Tupfer - Mikrofon - Krankenhausradios in Deutschland und der Schweiz“ ein Sachbuch geschrieben, das es so vorher noch nicht gab.

Werne

, 19.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hubert Schmölzl (l.) und Hubertus Waterhues haben am Donnerstagnachmittag das neue Buch „Schere - Tupfer- Mikrofon - Krankenhausradios in Deutschland und der Schweiz" von Hubert Schmölzl vorgestellt.

Hubert Schmölzl (l.) und Hubertus Waterhues haben am Donnerstagnachmittag das neue Buch „Schere - Tupfer- Mikrofon - Krankenhausradios in Deutschland und der Schweiz" von Hubert Schmölzl vorgestellt. © Eva-Maria Spiller

Es ist 13 Jahre her, dass Hubert Schmölzl aus Werne sein Buch „Schere - Tupfer - Mikrofon“ veröffentlicht hat. Am Donnerstag (18. Juni) stellte der Moderator des Krankenhausradios in Werne den zweiten Teil vor.

„Es ist eine Präsentation aller bekannten Krankenhausradios in Deutschland und dreier in der Schweiz“, erklärt Autor Schmölzl den Inhalt des 235 Seiten starken neuen Sachbuchs. Darin geht es neben der Vorstellung der noch aktiven Krankenhausradios auch um die Geschichte und Entstehung dieser Radioform, die Technik, die Arbeit im Studio und viel Kartenmaterial mit wissenswerten Fakten zu den Sendern. „Ich wollte es einfach nochmal wissen“, sagt der Autor zu der Idee, die hinter seinem neuen Buch steckt. „Auch, um die eigene Entwicklung unseres Radios zu sehen.“

Ingo Zamperoni, Oliver Pocher und Bülent Ceylan

Dabei sind auch einige interessante Geschichten zutage gekommen: Etwa, dass Tagesschau-Moderator Ingo Zamperoni seine journalistische Karriere beim Krankenhausradio in Wiesbaden begonnen hat. Oder dass Oliver Pocher bei einem Krankenhausradio in Hannover gearbeitet hat. „Die waren froh, als er weg war“, sagt Hubert Schmölzl.

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Über 80 Krankenhausradios hat Autor Hubert Schmölzl für das neue Buch angeschrieben, mit standardisierten Fragen auf zwei Din-A4-Seiten, um die Ergebnisse miteinander in Vergleich setzen zu können. Eine Ernüchterung, die ihm bei der Recherche entgegenschlug: Rund 40 der Krankenhausradios, die in dem ersten Teil seines Buches zu Wort kamen, gibt es heute nicht mehr. Darunter auch die Krankenhausradios in Lünen, Hamm und Beckum.

In einigen Fällen hätten die Moderatoren altersbedingt aufgehört, in anderen seien die Radios an Privatunternehmen verkauft worden, die sie dann wegen ausbleibender Gewinne einstellten.

Fest zum 30. Geburtstag muss in diesem Jahr ausfallen

Überraschend aber auch: Krankenhausradios, die neu entstanden sind, sind vor allem Radiostationen für Kinder, etwa auf Krebsstationen wie im Klinikum Marburg in Hessen. Prominenter Pate der Radiostation ist der Comedian Bülent Ceylan.

Das Werner Krankenhausradio, das aus dem Erdgeschoss des Krankenhauses sendet, kann aus Lizenzgründen auch nur dort gehört werden. In diesem Jahr wird das Krankenhausradio, das im Oktober 1990 gegründet wurde, 30 Jahre alt. Das sollte eigentlich mit einem Fest am 22. August mit vier Stunden Liveprogramm und Livebands gefeiert werden. Doch wegen der Pandemie muss das in diesem Jahr ausfallen. „Es war alles eingetütet, aber man findet im Moment kaum Sponsoren“, so Schmölzl.

Zu kaufen gibt es Teil 1 und Teil 2 des Buches von Hubert Schmölzl ab sofort bei Bücher Beckmann. 180 Exemplare des zweiten Teils (17 Euro) hat der Autor drucken lassen. Vom ersten Teil gibt es noch einen Restbestand (je sechs Euro).

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