Schauspielhaus Bochum macht wieder Theater

Als eines der ersten großen Theaterhäuser in Nordrhein-Westfalen nimmt das Schauspielhaus Bochum am Mittwochabend nach der Corona-Zwangspause wieder den Spielbetrieb auf. Die Premiere des vor dem Hintergrund der Pandemie aufgelegten Stücks „Die Befristeten“ von Elias Canetti findet den Auflagen entsprechend vor nur 50 Zuschauern statt. Normalerweise hat das große Haus mehr als 800 Plätze. Die von Intendant Johan Simons inszenierte düstere Zukunftsversion kreist um die Themen Todesangst und den Umgang mit Freiheitsbeschränkungen.

09.06.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Besucher stehen während einer Pause vor dem Haupteingang des Schauspielhauses Bochum an der Königsallee. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Besucher stehen während einer Pause vor dem Haupteingang des Schauspielhauses Bochum an der Königsallee. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Die Tickets für alle Vorstellungen am Schauspielhaus werden kostenlos ausgegeben und seien sehr gefragt, sagte ein Sprecher am Donnerstag. In dem Theater gilt Mundschutzpflicht auch während der Vorstellungen. Es gibt keine Pausen und die Türen bleiben geöffnet. Bis zur Sommerpause sind zwei weitere Stücke zu sehen, unter anderem eine corona-adaptierte Version von Johan Simons erfolgreicher Kleist-Inszenierung „Penthesilea“ mit Sandra Hüller und Jens Harzer.

Als kleineres Haus in NRW zeigt beispielsweise bereits das Wolfgang Borchert Theater in Münster wieder Stücke vor Publikum. Das Theater Hagen hatte bereits Ende Mai die erste Premiere nach langer Pause auf dem Programm.

Das Theater Duisburg öffnet am 12. Juni im großen Haus mit „Antigone“. Außerdem kommen dort noch zwei weitere Premieren von Produktionen heraus, die ursprünglich für einen früheren Zeitpunkt der Saison geplant waren. Die Schauspiele in Köln, Bonn und Düsseldorf bleiben für den Rest der Saison 2019/20 zu.

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