Schalker Gremien begrüßen Rückkehr von Tönnies

Die Gremien des Fußball-Bundesligisten FC Schalke haben die bevorstehende Rückkehr von Clemens Tönnies in seine Amtsgeschäfte als Aufsichtsratsvorsitzender begrüßt. „In den vergangenen 25 Jahren ist es uns gelungen, Schalke 04 in einem sich immer stärker verändernden Fußballgeschäft als ernstzunehmenden Mitbewerber in der Spitzengruppe der Bundesliga zu halten und gleichzeitig unsere Identität zu bewahren. Daran hat Clemens Tönnies in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender einen großen Anteil“, wird Finanzvorstand Peter Peters in einer Vereinsmitteilung von Mittwoch zitiert.

06.11.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalker Gremien begrüßen Rückkehr von Tönnies

Schalkes Präsident Clemens Tönnies in der Veltins Arena. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Am 6. August hatte der Schalker Ehrenrat nach vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen von Tönnies über Afrikaner und einem anschließenden Gespräch mit dem Clubchef entschieden, dass dieser sein Schalke-Amt drei Monate lang nicht ausüben darf. Diese Frist ist am Donnerstag zu Ende.

Wie Peters äußerte sich auch Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider positiv zum Ende der Tönnies-Auszeit: „Er war derjenige, der mich überzeugt hat, zum FC Schalke 04 zu kommen. Mich hat es vom ersten Moment an beeindruckt, wie sehr sich ein erfolgreicher und vielbeschäftigter Unternehmer für seinen Club einbringt und wie positiv er Schalke 04 lebt. Wir alle freuen uns sehr auf Clemens Tönnies in seiner gewohnt aktiven Rolle.“

In den vergangenen Tagen hatte es jedoch auch kritische Stimmen gegeben. So sorgte der Auftritt von Tönnies bei der Verleihung des nordrhein-westfälischen Landesverdienstordens durch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an Schalkes langjährigen Torhüter Manuel Neuer (Bayern München) am vergangenen Mittwoch in der Düsseldorfer Staatskanzlei für Diskussionen. So bezeichnete die Duisburger Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (SPD) den öffentlichen Auftritt des 63 Jahre alten Fleisch-Unternehmers aus Rheda-Wiedenbrück als „deplatziert“.

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