S04-Coach Wagner hofft auf neue Stürmer

Als einziges Bundesliga-Team ist der FC Schalke noch torlos. Das soll sich gegen Hertha BSC ändern - auch ohne einen neuen Angreifer, auf den Trainer Wagner noch hofft. Stattdessen kommt ein Abwehrtalent vom FC Barcelona.

30.08.2019, 07:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hoffnung auf Verstärkung für die noch torlose Offensive des FC Schalke 04 hat Trainer David Wagner noch nicht aufgegeben. Wenige Tage vor dem Ende der Transferfrist am Montag muss der Schalke-Coach am Samstag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr) den ersten Bundesliga-Heimsieg seit sieben Monaten aber noch mit dem vorhandenen Sturm-Personal anpeilen. „Es geht für uns einzig und allein darum, dieses Heimspiel erfolgreich zu absolvieren“, sagte Wagner am Freitag. Vor dem dritten Spieltag ist Schalke mit einem Zähler der einzige Club der Fußball-Bundesliga, der noch ohne Torerfolg ist.

„Ein Punkt nach den ersten beiden Spielen ist nicht super, aber okay“, meinte Wagner, der Schalke im Vergleich zu chaotischen Vorsaison scheinbar wieder stabilisiert hat. Offensiv dagegen wirken die Königsblauen bislang noch sehr harmlos. „Hoffnung habe ich immer“, meinte Wagner auf die Frage, ob er noch mit einer Verstärkung für den Angriff rechne. „Solange das Transferfenster geöffnet ist, bin ich guter Dinge und warte ab.“

Kurzfristige Verstärkung gibt es zunächst aber für die Defensive. Von der zweiten Mannschaft des FC Barcelona kommt Linksverteidiger Juan Miranda kommen. „Er ist ein ganz, ganz talentierter Spieler“, meinte Wagner über den 19 Jahre alten Spanier, der für zwei Jahre ausgeliehen wird.

Beim noch stockenden Angriffsspiel der Schalker, in dem der für rund 13 Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf verpflichtete Benito Raman, der für die A-Nationalmannschaft Belgiens nominiert wurde und somit vor seinem Debüt steht, noch wie ein Fremdkörper wirkt, soll kurzfristig erstmal eine entspanntere Personallage helfen. „Es sieht ziemlich gut aus. Nicht sehr gut, aber ziemlich gut“, meinte Wagner, der zuletzt auf etliche Spieler verzichten musste.

„Wir werden versuchen, auch offensiv einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu machen“, kündigte Wagner an und forderte: „Wir müssen sicher bei eigenem Ballbesitz ruhiger spielen und längere Ballpassagen haben.“ Gerade beim 0:3 gegen den FC Bayern schenkte sein Team den Ball in vielen Situationen viel zu schnell wieder her.

Einen Wechsel des Spielstils gegen Berlin - einen laut Wagner „Gegner unserer Kragenweite“ - lehnt der Schalke-Coach aber ab. „Wir werden uns extremst auf uns konzentrieren. Es liegt sehr viel nur an uns.“

Trotz weniger verletzter Spieler im Vergleich zu den Vorwochen kommt gegen Berlin noch ein unerwarteter Ausfall hinzu: Abwehrspieler Matija Nastasic kann aufgrund eines Infektes nicht spielen. Für ihn dürfte Salif Sané in der Innenverteidigung beginnen.

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