Schalke-Finanzvorstand Peters: „Es gibt nicht lebenslang“

Der Schalker Finanzvorstand Peter Peters hat die teilweise harsche Kritik am Umgang des Vereins mit Clemens Tönnies zurückgewiesen und eine Rückkehr zur Normalität gefordert. „Ich bleibe dabei, dass ich die Kritik am Verein nach wie vor zurückweise. Denn Schalke hat in dieser Frage mit seinen Gremien bemerkenswerte Entscheidungen getroffen, die letztendlich dazu geführt haben, dass nun eine Sperre abgelaufen ist“, sagte Peters (57) in einem Interview der „WAZ“ (Donnerstag).

07.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalke-Finanzvorstand Peters: „Es gibt nicht lebenslang“

Peter Peters, Finanzvorstand von FC Schalke 04, verfolgt eine Versammlung. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild

Der Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten hatte am 6. August nach vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen von Tönnies (63) über Afrikaner und einem anschließenden Gespräch mit dem Clubchef entschieden, dass dieser sein Schalke-Amt drei Monate lang nicht ausüben darf. Diese Frist ist am (heutigen) Donnerstag zu Ende. Die Entscheidung des Vereins war teilweise als zu mild kritisiert worden.

„Wir kehren mit dem heutigen Tag in die Selbstverständlichkeit zurück: Die Sperre ist ganz regulär abgelaufen“, sagte Peters. Auf die Frage, ob er fürchte, „dass bei Tönnies etwas hängen bleibt“, antwortete der 1. Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes: „Ich werbe intensiv dafür, dass das nicht so ist. Es gibt nicht lebenslang, das gehört zu einem Miteinander dazu.“ Er glaube, dass „eine deutliche Mehrheit“ der Schalke-Mitglieder es positiv bewerte, „dass er sich sofort entschuldigt hat und jetzt zurückkommt“.

Ihm sei in der Diskussion zu kurz gekommen, „dass es hier eine dreimonatige Sperre gegeben hat - das ist kein Freispruch!“, betonte Peters. Es sei „ja nicht nur das Rechtsverständnis von Schalke 04, sondern allgemein gültig, dass man nach dem Verbüßen einer Sperre wieder seiner Tätigkeit nachgehen kann“, sagte er.

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