Schalke 04 spart beim Fahrdienst: 20 Kündigungen

Erneut sorgen beim FC Schalke 04 angestrebte Sparmaßnahmen für Aufregung: Der Verein trennt sich vom Fahrdienst der Nachwuchsabteilung. Betroffen sind rund 20 Mitarbeiter, wie Vereinssprecherin Anja Kleine-Wilde der Deutschen Presse-Agentur am Samstag bestätigte. Zuvor hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet. Ein externer Dienstleister soll die Arbeit künftig übernehmen.

13.06.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die meisten der bisherigen Fahrer, die die Schalker Nachwuchsspieler täglich aus verschiedenen Städten zum Training hin- und auch wieder zurückbringen, arbeiteten seit Jahren als Mini-Jobber für den Verein. Nun erhielten sie, mitten in der Corona-Krise, ihre Kündigungen. Schalkes Betriebsratsvorsitzende Martina Lenz kritisierte dies als „sozial verantwortungslos“. Zudem sei der Betriebsrat verspätet informiert worden.

„Die Entscheidung, den Fahrdienst aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen extern zu vergeben, ist am Jahresanfang gefallen“, sagte Vereinssprecherin Kleine-Wilde. Die Kündigungen sollten zum Saisonende erfolgen, aber „durch den Saisonabbruch bei den Junioren und der Einstellung des Trainingsbetriebes hat es sich nach vorne verschoben“, sagte sie.

Erst vor Kurzem war Schalke 04 in die Schlagzeilen geraten, weil der Club bei der Rückerstattung von Tickets aufgrund der Geisterspiele von den Fans einen Härtefallantrag verlangte. Fans sollten gegenüber dem hochverschuldeten Fußball-Bundesligisten ihre finanzielle Notlage offenlegen.

Weitere Meldungen