Rundgang durch Villa Bolte: 360-Grad-Bilder zeigen das ungewöhnlichste Mietshaus der Region

dzWohnen in Cappenberg

15 Monate lang sind Handwerker in der Villa Bolte ein- und ausgegangen. Sie haben das Kurzzeitpflegeheim in ein Mehrfamilienhaus der besonderen Art verwandelt.

Cappenberg

, 03.03.2020, 20:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beste Wohnlage. Das trifft für alle Häuser zu, die an der Straße Baltimora in Cappenberg liegen - für die Villa Bolte insbesondere. Denn sie hat vor mehr als 100 Jahren der Straße ihren Namen gegeben.

Der Bauherr Otto Bolte, ein Fabrikant aus Dortmund, hatte sich auf einer Reise durch die USA in die Hafenstadt verliebt: die größte Stadt im Bundesstaat Maryland, wo Edgar Allan Poe starb und der Text zur US-amerikanischen Nationalhymne entstand („O say, can you see / By the dawn’s early light ...“).

Als Otto Bolte wieder zurück in Westfalen war, brauchte er nicht lange zu überlegen, wie er 1910 sein herrschaftliche Landhaus am Cappenberger Wald nenen wollte: Baltimora.

Die Jugendstilvilla diente ursprünglich als repräsentatives Wohnhaus. Von dem Zauber dieser Zeit künden nach wie vor die Wohnräume im Haupthaus, das über den Haupteingang zu erreichen ist: ob der Salon mit dem Kamin aus dem 16. Jahrhundert, das Friesenzimmer aus dem 18. Jahrhundert oder der große Wintergarten mit Blick in den englischen Park - alles zusammen die wohl ungewöhnlichste Mietwohnung der ganzen Region.

Für sie sucht Klemens Nottenkemper aus Lünen, der Eigentümer der Villa, einen Interessenten. Mit seinem Enkel lud er zu einem Rundgang durch das Haus, kurz bevor die Handwerker ganz fertig sind und die ersten Mieter einziehen.

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