Ruhrgebiet hat beim Jobwachstum aufgeholt

Das erneute Beschäftigungswachstum im Ruhrgebiet im vergangenen Jahr sehen Wirtschaftsförderer der Region als mutmachendes Zeichen für die Zeit nach der Corona-Epidemie. So seien unter dem Strich 2019 mehr als 32 000 sozialversicherungspflichtige Jobs in der Region geschaffen worden - ein Zuwachs von 1,9 Prozent, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten jährlichen Wirtschaftsbericht der Business Metropole Ruhr hervorgeht. Damit sei ein ähnliches Niveau erreicht wie etwa Mitte 1976, als das Ruhrgebiet noch vor allem Kohle- und Stahlstandort war.

25.03.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Außerdem könne das Jobwachstum in den Städten an der Ruhr inzwischen Schritt halten mit Ballungsräumen wie der Region Köln/Bonn oder Frankfurt/Rhein-Main. Angesichts solcher Entwicklungen sei die Wirtschaft an der Ruhr erfreulich gut aufgestellt für den zu erwartenden Schock durch die Corona-Krise, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Business Metropole Ruhr, Rasmus Beck.

Die meisten Jobs im Ruhrgebiet gibt es laut Bericht im Gesundheitswesen: Fast jeder fünfte Beschäftigte im Ruhrgebiet ist in diesem Bereich tätig, schwerpunktmäßig in der stationären oder ambulanten Versorgung. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise müsse man nun das dichte Versorgungsnetz dauerhaft als wichtigen Standortfaktor begreifen und weiter entwickeln, sagte Beck weiter.

Besondere Wachstumspotenziale sieht der Wirtschaftsbericht in den Märkten Mobilität, Bauen und Wohnen, digitale Kommunikation sowie Ressourceneffizienz. In all diesen Sektoren verzeichnete das Ruhrgebiet 2019 laut Bericht ein deutlicheres Beschäftigungswachstum als der Bundes- oder Landesdurchschnitt.

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