Reul verankert Kampf gegen Kindesmissbrauch in Ministerium

Der Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie wird dauerhaft im NRW-Innenministerium verankert. In der Abteilung Polizei werde zur Zeit ein eigenes Referat dafür eingerichtet, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. „Weil ich möchte, dass das Thema nicht irgendwo mitbehandelt wird, sondern prominent und systematisch an einer Stelle.“

09.06.2020, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das neue Referat ist eines der Ergebnisse der Arbeit der Stabsstelle „Kindesmissbrauch/Kinderpornografie“, die als Folge des Missbrauchsfall von Lügde im April 2019 im Ministerium ihre Arbeit aufgenommen hatte. Die Stabsstelle habe sich nicht in konkrete Fälle eingemischt, sondern praktische, finanzielle und gesetzgeberische Vorschläge gemacht, sagte Reul. Weil das Thema Kindesmissbrauch für ihn große Bedeutung habe, habe er das Referat bilden lassen.

Reul betonte, dass die Hauptverantwortung bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen wie jetzt in Münster bei den Polizeibehörden bleibe. Allerdings werde diese Arbeit auf die Kriminalhauptstellen verlagert. „In Zukunft wird nicht mehr jeder Missbrauch in jeder Behörde bearbeitet“, sagte Reul. Das sei im Fall Münster auch bereits umgesetzt worden.

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