Reul rügt Vorwürfe von Merz: „Unnötig und unverständlich“

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) kritisiert den Kandidaten für den Parteivorsitz, Friedrich Merz, für dessen Vorwürfe nach der Verschiebung des Bundesparteitages. „Ich finde die Aussage schade, unnötig und unverständlich“, sagte Reul dem „Spiegel“. Obwohl er Merz schätze, könne er seine Reaktion nicht nachvollziehen. „Ich kenne ihn lange genug, er ist ein kluger Mensch. Ich verstehe nicht, warum er das gesagt hat.“

28.10.2020, 08:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herbert Reul (CDU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Herbert Reul (CDU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Die CDU hatte den für den 4. Dezember geplanten Bundesparteitag und damit die Wahl des neuen Parteivorstands am Montag mit Verweis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. Merz hatte in Interviews und bei Twitter die Entscheidung als Schachzug gegen ihn gedeutet: Er warf dem „Partei-Establishment“ vor, seine Wahl zum Vorsitzenden verhindern zu wollen. Sein Konkurrent Laschet brauche wohl noch mehr Zeit, um sich eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen, so Merz.

Reul widersprach Merz laut „Spiegel“: Es wäre moralisch nicht vertretbar, den Parteitag wie geplant stattfinden zu lassen, so der NRW-Innenminister. „Wir können nicht von verantwortungsvollem Handeln reden und selber unverantwortlich handeln.“ Das könne man keinem Bürger erklären.

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