„Rentnercop“ mit E-Bike stellt 28-jährigen Drogenschmuggler

Ein pensionierter Polizist (67) hat bei einer Fahrradtour mit Freunden einen Ausflug in die Vergangenheit gemacht und mit Hilfe seines E-Bikes einen flüchtenden Drogenschmuggler gefasst. Zuvor hatte die Bundespolizei nahe der niederländischen Grenze den gerade eingereisten 28 Jahre alten Autofahrer kontrollieren wollen, wie die Beamten am Freitag berichteten. Doch der flüchtete erst mit seinem Wagen und dann zu Fuß. Der 28-Jährige hatte einen guten Vorsprung, auch weil bei der Verfolgung zwei Polizei-Fahrzeuge zusammenstießen.

26.06.2020, 14:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Nun kam der pensionierte Kriminalbeamte ins Spiel, der gerade mit den Freunden eine Pause machte: „Der „Rentnercop“ beobachtete die Flucht des Mannes, schnappte sich sein E-Bike und verfolgte den Flüchtigen damit“, berichtete die Polizei. Als der 28-Jährige eine Mauer übersprang, „kombinierte der ortskundige Nettetaler, wo der Mann vermutlich wieder befahrbares Terrain erreichen würde“, so die Polizei. Der Rentner fuhr zum richtigen Ort und schnitt dem Schmuggler so den Weg ab.

Mit „energischer Ansprache und unmissverständlichen Gesten“ habe er ihn dann zu Boden gebracht. Die Bundespolizisten konnten den jungen Mann schließlich festnehmen. Nachdem in dem Auto Drogen entdeckt wurden - unter anderem 8,5 Kilo flüssiges Amphetamin und zahlreiche Ecstasy-Tabletten - schickte ihn ein Haftrichter am Donnerstag in Untersuchungshaft. Bei der Kollision während der Verfolgungsfahrt hatten sich vier Polizisten leicht verletzt.

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