Reaktionen zum Spiel Bayer Leverkusen - Bayern München (2:4)

06.06.2020, 18:11 Uhr / Lesedauer: 3 min

Leon Goretzka (FC Bayern München): „Wir haben uns eine gute Situation erarbeitet, wissen aber auch, dass wir noch Punkte holen müssen, um Meister zu werden. Wir haben überhaupt nicht im Kopf, jetzt den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.“

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): „Wir haben heute gegen eine Top-Mannschaft verloren. In den ersten 30 Minuten sah es so aus, als ob wir mitspielen würden, aber da habe ich schon gespürt, dass wir heute nicht unsere Top-Leistung bringen. Das lag natürlich viel an Bayern. Sie haben Druck gemacht und uns wenig Zeit am Ball gelassen.

Das hat aber natürlich auch mit uns zu tun. Wenn man nicht mit allen elf Spielern eine Top-Leistung bringt, kann man nicht gegen eine solche Top-Mannschaft gewinnen. Vor allem dürfen einer Top-Mannschaft wie uns nicht zwei Tore kurz vor der Pause passieren. Wenn man mit 1:1 oder wenigstens 1:2 in die Halbzeit geht, ist das etwas anderes. So war das tödlich. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt, dann war es ein bisschen besser. Vielleicht auch, weil Bayern nicht mehr so viel Druck gemacht hat.“

(zu Florian Wirtz, dem jüngsten Torschützen der Bundesliga-Historie): „Dieser Junge hat heute seine beste Lektion bekommen, seit er Fußball spielt. Bei den ersten drei, vier Ballkontakten hat er den Ball immer verloren. Das Tempo in der Bundesliga ist höher als für ihn gewohnt. Aber er ist ein guter Spieler, ein intelligenter Spieler. Er nimmt das an und wird daraus lernen, dass man in der Bundesliga wenig Zeit hat. Er ist ein Riesen-Talent, deshalb hat er schon vor diesem Spiel gespielt.“

(zum Fehlen des verletzten Kai Havertz und einem möglichem Einsatz im Pokal in Saarbrücken): „Er hat diese Woche mittrainiert, da hatte ich den Eindruck, er schafft das. Aber es hat leider nicht geklappt. Es war immer noch das Knie. Man muss abwarten, ob Kai eine Möglichkeit für Dienstag ist. Ich habe die Hoffnung, dass das keine Sache von Wochen ist, sondern von Tagen.“

(auf die Frage, ob Bayer das Spiel zu mutig angegangen habe): „Vielleicht sah die Aufstellung mutig aus, meiner Meinung nach haben wir aber nicht mutig genug gespielt. Und wenn man die Bayern schlagen will, muss man auch mutig im Ballbesitz sein. Wir haben zu schnell den langen Ball geschlagen.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München): „Im Fußball geht es darum, dass man Spiele gewinnt. Das haben wir in 2020 eindrucksvoll gezeigt. Nach anfänglichen Problemen, die zurecht zum 0:1 geführt haben, sind wir zurückgekommen. Das zeigt die Einstellung und die Mentalität. Es war ganz gut, dass wir in Rückstand geraten sind, weil die Mannschaft sich dann aufgerappelt hat.“

(zu möglichen Tor-Rekorden): „Es geht erst einmal darum, dass wir Meister werden wollen. Es sind noch vier Spiele zu spielen. Alles weitere ist Beiwerk. Wenn es so kommt, ist es in Ordnung.“

(zur Leistung von Leon Goretzka): „Man muss sehen, wie wir zurückgekommen sind. Wir haben sehr intensiv gepresst, sind intensiv in die Zweikämpfe gegangen. Und da war er bei den ersten beiden Toren maßgeblich beteiligt. Er hat aktuell, gerade was die Physis betrifft, eine wahnsinnige Präsenz.“

(zu den fünften Gelben Karten von Lewandowski und Müller): „Es ist schon ärgerlich, aber wir müssen das so annehmen. Ich habe mich mit Manuel Gräfe unterhalten. Er sagt, er habe ein Schlagen gesehen, deshalb hätte Robert die Gelbe Karte bekommen. Thomas hat sich vor den Ball gestellt, da kann man auch Gelb geben. Es ist halt so, wir akzeptieren das Ganze. Wir werden gegen Mönchengladbach zwei andere Spieler sehen, das ist auch mal gut. Entscheidend ist, dass die beiden am Mittwoch 90 Minuten Vollgas geben können.“

Manuel Neuer (Torwart FC Bayern München): „Wir waren die bessere Mannschaft, haben ein bisschen gebraucht, dann aber verdient gewonnen.“

(zu der Vereins-Aktion „Rot gegen Rassismus“ und dem Tragen von entsprechenden Aufwärm-T-Shirts): „Die Botschaft gibt es permanent von uns Spielern: „Wir sind tolerant, wir sind offen, wir sind weltoffen.““

Bayern-Trainer Flick (vor dem Spiel zu der Vereins-Aktion „Rot gegen Rassismus“ und dem Tragen von entsprechenden Aufwärm-T-Shirts): „Es kam natürlich aus der Mannschaft, das finde ich einfach hervorragend und das zeichnet die Mannschaft auch aus, dass sie sagt, wir wollen ein Zeichen setzen. Das ist ein klares Statement vom Verein. Das ist in der heutigen Zeit enorm wichtig, dass man immer wieder darauf aufmerksam macht, was schief läuft. Das darf eigentlich gar kein Thema mehr sein, aber leider ist es so, weil es noch viele Idioten gibt, die anders reagieren.“

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