Razzia in Hooligan-Szene: Polizei durchsucht 31 Objekte in sechs NRW-Städten

Polizei

Die Polizei Oberhausen hat am Dienstag 31 Gebäude in insgesamt sechs NRW-Städten durchsucht. Die Polizei ermittelt nun gegen 34 Tatverdächtige aus der Hooligan-Szene.

NRW

03.03.2020, 12:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei hat bei einer großangelegten Razzia am Dienstag in sechs NRW-Städten insgesamt 31 Gebäude durchsucht. (Symbolbild)

Die Polizei hat bei einer großangelegten Razzia am Dienstag in sechs NRW-Städten insgesamt 31 Gebäude durchsucht. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Die Polizei hat am Dienstagmorgen in sechs Städten in Nordrhein-Westfalen Dutzende Gebäude durchsucht. Ein Polizeisprecher machte zunächst keine weiteren Angaben zu den Razzien. Zunächst müsse abgewartet werden, bis die Einsatzkräfte die Gebäude gesichert hätten, sagte der Sprecher.

Insgesamt seien 31 Objekte durchsucht worden, hieß es in einer Mitteilung - davon 20 in Oberhausen, sechs in Essen, zwei in Wesel sowie jeweils ein Objekt in Bochum, Borken und Duisburg.

In den Objekten trafen sie insgesamt 27 Tatverdächtige an. Die Polizei hat die Personalien der Männer im Alter von 17 bis 35 Jahren aufgenommen und sie anschließend wieder entlassen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Gegen sie wird nun wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Razzien nach den Unruhen am Bahnhof Sterkrade im September 2019

Bisher identifizierte die Ermittlungskommission bereits mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen, die an der tätlichen Auseinandersetzung am Sterkrader Bahnhof beteiligt gewesen sein sollen. Bei den insgesamt 41 Wohnungsdurchsuchungen in acht Städten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher.

Ende September 2019 war es am Oberhausener Bahnhof Sterkrade zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. Rund 100 Personen, teilweise vermummt und mit Stöcken und Holzlatten bewaffnet, waren daran beteiligt gewesen. Die Polizei ging damals schon davon aus, dass die Beteiligten aus der Hooliganszene verschiedener Fußballvereine stammen. Die Personalien von insgesamt 34 Personen wurden im Rahmen der Ermittlungen bisher erfasst.

mit dpa

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