Frau verursacht Rattenplage – Gericht prüft Einweisung in geschlossene Psychiatrie

Prozess

Eine Frau verstreut in Wuppertal massenhaft Vogelfutter und löst so eine Rattenplage aus. Jetzt steht die 54-Jährige vor Gericht - und kommt womöglich in eine geschlossene Psychiatrie.

Wuppertal

16.03.2020, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Wuppertalerin steht vor Gericht, weil sie eine Rattenplage verursachte.

Eine Wuppertalerin steht vor Gericht, weil sie eine Rattenplage verursachte. © picture alliance / dpa

Eine 54-Jährige soll in Wuppertal durch das Verstreuen von massenhaft Vogelfutter eine Rattenplage ausgelöst haben. Am Montag musste sich die Frau vor dem Amtsgericht verantworten. Weil sie die Menschen, die das Vogelfutter beseitigen wollten, beleidigt, bedroht und angegriffen haben soll, war Anklage gegen sie erhoben worden.

Der Amtsrichter habe während der Verhandlung Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit der Frau bekommen, sagte eine Gerichtssprecherin. Daher soll nun ein Psychiater als Gutachter untersuchen, ob die Frau schuldfähig ist, oder ob sie in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden muss.

Kita geschlossen und Schulhof gesperrt

Der WDR hatte zuerst über den Fall berichtet. Demzufolge musste sogar eine Kita geschlossen und ein Schulhof gesperrt werden, weil das Futter hunderte Ratten angelockt hatte. Kammerjäger waren mit der Situation überfordert: Angesichts des Überangebots an Futter verschmähten die Nager die Giftköder.

Das Verstreuen von Vogelfutter ist in Wuppertal zwar verboten. Geldbußen und Platzverweise hatten die Frau aber nicht von ihrem Treiben abbringen können. Die Anklage wirft ihr Beleidigung, Bedrohung, versuchte Nötigung und versuchte Körperverletzung vor, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

dpa

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