Raser trotz Corona-Krise: Verengte Hauptstraße in Dortmund

Raser in Dortmunds Innenstadt, die den verminderten Verkehr unter Corona-Beschränkungen als Einladung verstehen, sollen mit einer verengten Fahrbahn ausgebremst werden. Stadt und Polizei hätten sich nach einer wiederholten Beschwerdewelle von Anwohnern der Wallstraße um die Innenstadt zu der Maßnahme entschlossen, hieß es in einer Mitteilung der Behörden am Montag. Mit Betonelementen sollten ab Montag auf einem Abschnitt von 250 Metern zwei von drei Spuren der Hauptverkehrsader abgesperrt werden.

30.03.2020, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Polizeikelle wird in die Höhe gehalten. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Eine Polizeikelle wird in die Höhe gehalten. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

An den beiden zurückliegenden Wochenenden hatte die Polizei zahlreiche hochmotorisierte Fahrzeuge gestoppt, die sie der Raser- und Tuning-Szene zuordnet. „Wenn die Raserszene glaubt, freie Bahn zu haben aufgrund des reduzierten Verkehrsaufkommens durch das Corona-Virus, dann haben sie sich getäuscht“, teilte der Stadtbaurat Arnulf Rybicki dazu mit. Die Stelle, die nun verengt wurde, ist nach Angaben der Polizei seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für die Tuning- und Raserszene. Die lasse sich offenbar auch nicht durch Kontaktverbote abhalten, sich mit ihren hochmotorisierten Autos in der Innenstadt zum Kräftemessen zu treffen, sagte eine Sprecherin.

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