Räumung auf Schaustellergelände in Düsseldorf

Die Stadt Düsseldorf hat mit Hilfe der Polizei auf einem Schaustellergelände am Dienstag eine Räumung vollzogen. Das Gebiet nahe der Autobahn 44 hatte schon in der Vergangenheit im Fokus von Ermittlungen gestanden. Bei der Aktion am Dienstag im Stadtteil Rath sei es unter anderem um eine illegal errichtete Halle gegangen. Diese sowie Hütten, Schuppen und Verschläge seien durchsucht worden, teilte die Stadt mit. Als nächstes solle die Halle leergeräumt und dann abgerissen werden. Auch die Staatsanwaltschaft Aachen war beteiligt: Sie ermittelt wegen der Unterschlagung von rund 50 geleasten Fahrzeugen, die zum Teil auf dem Gelände gesehen worden sein sollen, wie ein Sprecher berichtete.

17.11.2020, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Polizei-Einsätze gab es auf dem Schaustellergelände im Düsseldorfer Norden bereits in der Vergangenheit: So war es im Mai 2019 laut damaligen Angaben der Beamten mit einem größeren Aufgebot durchsucht worden, weil dort in großem Stil illegal Strom aus dem Netz abgezapft worden sein soll. Bei der Aktion war ein gestohlener Bagger im Wert von 150 000 Euro entdeckt und sichergestellt worden. Mehrere Jahre davor ermittelten die Beamten dort zudem wegen millionenschweren Metalldiebstahls. Ein nahe gelegenes Unternehmen war über einen längeren Zeitraum im großen Stil bestohlen worden. Das Metall verschwand von Eisenbahnwaggons.

Düsseldorfs neuer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) sagte, dass die Bewohner des Geländes mit ihren Aktivitäten schon seit Jahren für Probleme gesorgt hätten. „Es ist gut, dass wir hier nun endlich wieder rechtmäßige Zustände und soziale Kontrolle schaffen können.“

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