Radfahrer protestieren halbnackt für mehr Schutz im Verkehr

Mit mit viel nackter Haut und großer Botschaft sind Fahrradfahrer für mehr Schutz im Straßenverkehr durch Köln geradelt. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich bei teils starkem Regen rund 150 Menschen an der Aktion am Donnerstagabend. Trotz des schlechten Wetters sei die Stimmung gut gewesen. „Wir möchten die Nacktheit nutzen, um auf die Verletzlichkeit des Körpers aufmerksam zu machen“, erklärte Ute Symanski, Vorsitzende des Vereins Radkomm.

02.07.2020, 20:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Teilnehmer beim zweiten „Cologne Naked Bike Ride“. Foto: Henning Kaiser/dpa

Teilnehmer beim zweiten „Cologne Naked Bike Ride“. Foto: Henning Kaiser/dpa

Ganz nackt waren die Teilnehmer des „Naked Bike Ride“ allerdings nicht, weil das verboten ist. „Genitalien und die weibliche Brustwarze müssen bedeckt sein“, erläuterte Symanski. Daran halte man sich - auch wenn viele „gerne ganz nackt radeln wollen“. Die Aktion wolle zwar ein „freudvolles Zeichen“ setzen, sei aber keine „Spaß-Demo“. Im vergangenen Jahr hatte es den ersten „Naked Bike Ride“ in Köln gegeben.

In der Stadt am Rhein sei die Situation auf den Straßen „besonders dramatisch“, betonte Symanski. Seit 2015 seien etwa 50 Menschen, die auf dem Fahrrad saßen oder zu Fuß waren, gestorben. Die Fahrraddemo und der Appell richteten sich in erster Linie an die Verwaltung und die Politik. Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben keine Autofahrer beschimpfen, sondern „gemeinsame Wege“ finden.

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