„Querdenker“ rufen Gegendemonstranten auf den Plan

Zu der „Querdenker“-Kundgebung am kommenden Sonntag in Düsseldorf erwarten die Veranstalter nur noch rund 1000 Teilnehmer. Ursprünglich hatten sie die Zahl von 20 000 genannt. Im Aufruf ist von einer „Masken-Lüge“ die Rede. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sind mehrere Gegendemonstrationen angemeldet.

04.12.2020, 14:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thomas Strobl (CDU), Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Thomas Strobl (CDU), Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Die umstrittene Initiative „Querdenken 0711“ hatte für ihren Demo-Aufruf zunächst mit dem Konterfei von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geworben, das Foto aber nach Intervention der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei gelöscht.

In den vergangenen Tagen war eine Diskussion entbrannt, ob die „Querdenken“-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte. Zuvor waren Hinweise auf eine Radikalisierung und Unterwanderung durch Extremisten aufgetaucht.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte berichtet, die Bewegung speise sich aus Reichsbürgern, Selbstverwaltern, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern, die die Demonstranten instrumentalisierten.

Anhänger der Initiative und Ableger der Bewegung sind in den vergangenen Monaten in zahlreichen deutschen Städten gegen Beschränkungen in der Coronakrise auf die Straße gegangen.

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