Querdenken-Demo und Gegendemo am Sonntag in Düsseldorf

Gegner der Corona-Politik können in Düsseldorf am Sonntag ohne Masken demonstrieren. „Es gibt keine Maskenpflicht“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag zur geplanten Demonstration, die am Rheinufer im Stadtteil Oberkassel beginnen und dann durch die Innenstadt und zurück führen soll. Die Polizei stelle sich dabei auf bis zu 10 000 Teilnehmer ein. Während des Treffens ab 12 Uhr und des anschließenden Aufzugs ab 14 Uhr könne es auf den Rheinbrücken sowie auf den Straßen der Innenstadt zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Veranstaltung wird von regionalen Gruppen der Initiative Querdenken getragen, wie aus einem Aufruf im Internet hervorgeht. RP online hatte zuvor über die Rahmenbedingungen der Demo berichtet.

18.09.2020, 08:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Außerdem hat die Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Gegenveranstaltung für Sonntagnachmittag aufgerufen. Bei dieser Kundgebung, die 14 Uhr parallel zu der Querdenken-Demonstration am Düsseldorfer Johannes-Rau-Platz geplant ist, geht die Polizei von mehreren Hundert Teilnehmern aus. „Wir haben keine Hinweise auf einen unfriedlichen Verlauf“, sagte der Polizeisprecher zur Konstellation der beiden Veranstaltungen. Die Düsseldorfer Polizei hat am Sonntag ab 12 Uhr für Fragen ein Bürgertelefon (0800 900 9000) eingerichtet.

Ende August hatten mehrere Zehntausend Menschen in Berlin gegen die staatlichen Corona-Schutzauflagen demonstriert. Vertreter der Initiative Querdenken forderten, dass alle Corona-Gesetze aufgehoben werden müssten und die Bundesregierung sofort zurücktreten müsse. Eine Gruppe von Demonstranten überwand die Absperrgitter am Reichstagsgebäude und stürmte anschließend die Treppen hoch. Dabei waren die auch von den sogenannten Reichsbürgern verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen. Der Berliner Initiator von Querdenken betonte, die Bewegung sei demokratisch - weder Links- noch Rechtsextremisten noch gewaltbereites Potenzial gehörten dazu.

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