Quarantäne-Empfehlung nach Reisen: Noch kein Entschluss

Nordrhein-Westfalen hat noch nicht über die Empfehlung des Corona-Krisenkabinetts an die Bundesländer entschieden, Auslandsrückkehrer 14 Tage in Quarantäne zu schicken. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußerte sich am Mittwoch eher distanziert. „Wir sind gerade dabei zu überlegen, was eine sinnvolle Lösung ist“, sagte er in Düsseldorf.

08.04.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von NRW. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von NRW. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hatte den Ländern zu Beginn der Woche empfohlen, Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer künftig grundsätzlich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Die Reglung soll demnach schon Karfreitag gelten - allerdings nur für Menschen, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben und damit nicht für Berufspendler. Außerdem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer und medizinisches Personal.

Laumann sagte, er könne Bestrebungen nach möglichst einheitlichen Regelungen verstehen. „Aber es ist so: Die Landesgesundheitsminister müssen das unterschreiben und nicht der Bundesinnenminister - um es mal ganz klar zu sagen.“ Letztlich müsse er eine solche Verordnung verantworten, wenn er sie unterschreibe, betonte Laumann.

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