Quad-Fahrer nötigt autonomen Bus zum Test zur Vollbremsung

Der Fahrer eines Quads hat in Monheim einen der dort autonom fahrenden Busse zu einer Vollbremsung gezwungen - angeblich zum Test. Er habe sehen wollen, „wie der selbstfahrende Bus reagiert“. Der Vorfall habe sich bereits am Freitag ereignet, teilte die Polizei mit. Der Bus sei auf einer Straße unterwegs gewesen, als plötzlich ein entgegenkommendes Quad ausgeschert und schnell auf ihn zugefahren sei. Der Bus habe daraufhin eine automatisierte Vollbremsung gemacht, ein Unfall sei knapp vermieden worden.

16.03.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Polizeifahrzeug mit leuchtendem Blaulicht auf dem Dach ist zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Ein Polizeifahrzeug mit leuchtendem Blaulicht auf dem Dach ist zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

In dem Bus saß den Angaben zufolge nur der „Operator“ - ein Mensch, der aufpasst und zum Beispiel an Kreuzungen grünes Licht gibt. „Als der „Operator“ den Quad-Fahrer auf sein Verhalten hin ansprach, soll dieser erwidert haben, er habe nur testen wollen, „wie der selbstfahrende Bus reagiert““, berichtete die Polizei. Der Mann flüchtete nach dem Vorfall - nun wird nach ihm gesucht.

In Monheim am Rhein verkehrt eine der ersten autonom fahrenden Buslinien in Deutschland. Die Elektro-Kleinbusse verbinden den Busbahnhof mit der Altstadt.

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