PSG-Sportdirektor Leonardo weist Vorwürfe Meuniers zurück

PSG-Sportdirektor Leonardo hat die Kritik von Borussia Dortmunds Neuzugang Thomas Meunier scharf zurückgewiesen. „Der Verein hat ihn niemals respektlos behandelt“, sagte Leonardo der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ am Donnerstag. Auch den Vorwurf des früheren PSG-Profis, der Sportdirektor habe sich nicht um eine Einigung mit dem BVB bemüht, damit der 28-jährige Belgier trotz seines Wechsels zum BVB in diesem Sommer mit Paris Saint-Germain um den Champions-League-Titel kämpfen kann, wies Leonardo zurück.

17.07.2020, 14:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thomas Meunier bei einer Pressekonferenz. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa/Archivbild

Thomas Meunier bei einer Pressekonferenz. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa/Archivbild

Meunier hatte zuvor in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Leonardo hat sich zu keinem Zeitpunkt um ein Agreement mit dem BVB, geschweige denn mit mir bemüht! Er wollte, dass ich praktisch gratis für PSG auflaufe.“ Der belgische Nationalspieler warf dem französischen Meister „Realitätsverlust“ vor und betonte, dass er eine Vertragsverlängerung nicht abgelehnt hätte.

Leonardo wies die Vorwürfe nun zurück. Für Spieler, deren Verträge ausgelaufen seien, sei die einheitliche Regelung getroffen worden, dass diese um zwei Monate zu den geltenden Konditionen verlängert würden. Thiago Silva, Eric Choupo-Moting und Sergio Rico hätten sich vorbildlich verhalten. „Thomas Meunier hatte da bereits bei Borussia Dortmund unterschrieben. Ich weiß nicht genau, wann. Seit dem 1. Januar stand es ihm frei, zu unterschreiben, wo er wollte“, sagte Leonardo. Meunier habe bei PSG für die zwei Monate nach demselben Gehalt gefragt, das er auch beim BVB bekomme.

Er habe bei Borussia angerufen, um den belgischen Nationalspieler auszuleihen. Die Dortmunder hätten aber eine Bezahlung gefordert, so Leonardo. „Unter diesen Bedingungen war es unmöglich.“ Es habe keinen Grund gegeben, bei Meunier anders zu verfahren als bei anderen Spielern. „Wir wollten verlängern, er nicht. Das ist sein Recht.“

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