Prozess gegen Terror-Verdächtigen wegen Corona vertagt

Der Prozess gegen einen mutmaßlichen islamistischen Terroristen aus Köln vor dem Düsseldorfer Oberlandesgerichts ist wegen eines Corona-Verdachtsfalls kurzfristig vertagt worden. „Anlass waren Corona-ähnliche Krankheitssymptome, die am Wochenende bei einem Richter des Senats aufgetreten sind“, erklärte ein Gerichtssprecher am Montag.

25.05.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Wort „Oberlandesgericht“ ist am Eingang in Stein gemeißelt. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Das Wort „Oberlandesgericht“ ist am Eingang in Stein gemeißelt. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Eigentlich war in dem Prozess gegen den sogenannten „Cyber-Dschihadisten“ am Montag das Plädoyer der Generalstaatsanwaltschaft geplant. Der Terrorprozess soll jetzt am 5. Juni weitergehen. Inzwischen stehe fest, dass der Richter nicht an Covid-19 erkrankt ist, sagte der Gerichtssprecher.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39-Jährigen Angeklagten die Unterstützung der syrischen islamistischen Terrorgruppe Ahrar al-Scham vor. Laut Anklage hat der Deutsch-Tunesier die Terrorgruppe mit Geld und Material unterstützt. Außerdem soll der bundesweit bekannte Salafist auf Social-Media-Plattformen dazu aufgerufen haben, sich der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen oder diese zu unterstützen.

Der verheiratete zweifache Vater war Mitte Mai 2019 an seinem Wohnort Köln-Klettenberg verhaftet worden.

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