Prozess gegen Lkw-Planenschlitzer endet mit Haftstrafe

Vor dem Düsseldorfer Landgericht ist am Freitag ein Mammutprozess gegen eine Bande von Lastwagen-Planenschlitzern mit einer Gefängnisstrafe zu Ende gegangen. Ein 29-Jähriger erhielt nach Angaben des Gerichts eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Sieben seiner mitangeklagten Komplizen im Alter von 21 bis 38 Jahren waren bereits Mitte Februar wegen bewaffneten Diebstahls und Raubes zu Freiheitsstrafen zwischen 21 Monaten und fünf Jahren verurteilt worden. Ein Angeklagter wurde freigesprochen, wie der zuständige Düsseldorfer Staatsanwalt sagte.

13.03.2020, 20:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schriftzug „Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf“ an der Fassade. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Schriftzug „Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf“ an der Fassade. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Das Gericht war überzeugt, dass acht der neun Angeklagten als Bande mehrfach die Planen abgestellter Lastwagen aufschnitten, die Ladungen prüften und dann wertvolle Ware stahlen. In einem Fall hatten sie einen Lkw-Fahrer mit einem Messer bedroht. Unter anderem hatte die Bande auf der Autobahn 57 bei Dormagen die Planen von 42 Lastern aufgeschnitten, dabei aber nur zwei Lampen entwendet. Auf einem Rastplatz an der Autobahn 40 bei Wachtendonk wurden Waren im Wert von rund 300 000 Euro gestohlen, darunter Babynahrung, Spirituosen und Zinn.

Im April 2019 waren die Täter in Gelsenkirchen von der Polizei auf frischer Tat ertappt worden. Zuvor waren die Angeklagten länger observiert worden. Die Urteile gegen die Bandenmitglieder sind laut Verteidigung noch nicht rechtskräftig.

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